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VfL Wolfsburg: Meister 2009, Pokalsieger 2015, Abstieg 2026
Der VfL Wolfsburg wurde am 12.09.1945 in einer Baracke gegründet und spielt in der Volkswagen Arena. Er wurde 2009 Deutscher Meister und gewann 2015 den DFB-Pokal. Nach 29 Jahren in der Bundesliga stieg der VfL im Mai 2026 über die Relegation ab und spielt 2026/27 in der 2. Bundesliga.

Der VfL Wolfsburg ist der Fußballclub der Volkswagen-Stadt, gegründet wenige Monate nach Kriegsende. Hier findest du die Anfänge in einer Baracke, den langen Weg durch die Amateurligen, die Meisterschaft 2009, den Pokalsieg 2015, die Volkswagen Arena, die Frauen und den Abstieg im Mai 2026. Liga und Trainer für 2026/27 haben wir am 29.10.2026 geprüft.
VfL Wolfsburg auf einen Blick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Gegründet | 12.09.1945 in Wolfsburg |
| Vereinsfarben | Grün und Weiß |
| Stadion | Volkswagen Arena, rund 30.000 Plätze |
| Deutscher Meister | 2009 |
| DFB-Pokal | 2015 (Finale auch 1995) |
| Bundesliga | 1997/98 bis 2025/26 |
| Liga 2026/27 | 2. Bundesliga |
| Trainer 2026/27 | Tobias Strobl |
| Frauen | Frauen-Bundesliga, Champions-League-Sieger 2013 |
Die Angaben stammen vom Verein, aus dem Datencenter des DFB, von der UEFA und von der Deutschen Fußball Liga.[1, 2, 3, 5, 6, 8]
Gründung in einer Baracke 1945
Für den 12.09.1945 war eine Gründungsversammlung angesetzt. In einer Baracke an der Reislinger Straße gründeten eine Frau und elf Männer den Verein. Wolfsburg hatte damals 17.100 Einwohner.[1] Die zwölf Gründer waren Irma Dziomba, Herbert Chall, Sepp Dietz, Alois Dilla, Willi Hilbert, Kurt Lindner, Heinz Schacht, Arthur Schickl, Erich Schilling, Adam Schröck, Fritz Walb und Rudolf Zenker.[1]

Der Verein hieß zuerst "Volkssport- und Kulturverein". Schilling führte ihn einige Wochen, dann übernahm Willi Hilbert, und der Name wurde zu "Verein für Leibesübungen Volkswagenwerk". Den Zusatz zum Werk ließ man kurz darauf wieder fallen. Von Anfang an gab es sieben Sportarten: Fußball, Handball, Turnen, Tennis, Radsport, Boxen und Schach.[1]
Die grüne Farbe hat eine praktische Herkunft. Der Kreisjugendpfleger hatte zehn grüne Trikots auf Lager, die Hosen nähten die Frauen der Gründer aus Bettlaken. Grün wurde später auch die Farbe der Stadt Wolfsburg.[1] Den Hintergrund der ersten Nachkriegsjahre beschreibt unsere Seite über den Zweiten Weltkrieg.
Der lange Weg durch die Amateurligen
Die Fußballer gewannen auf Anhieb die 1. Kreisklasse, wurden 1947 Bezirksmeister und stiegen in die Verbandsliga auf. 1950 holten sie die niedersächsische Amateurmeisterschaft. 1954 erreichte die Mannschaft im vierten Anlauf die höchste Spielklasse ihrer Region, 1958 gewann sie den Nordcup mit einem 2:1 im Finale gegen Bremerhaven 93.[1]
1961 baute der Verein mit Unterstützung von Volkswagen am Elsterweg eine frei stehende Tribüne für 3.000 Zuschauer. Das Vereinsgelände war insgesamt 92.106 Quadratmeter groß. Die Tribüne steht seit 2011 unter Denkmalschutz.[1] Zum 25. Geburtstag 1970 begrüßte der Verein sein 4.000. Mitglied. Im selben Jahr wurde die Fußballmannschaft Zweiter der Regionalliga Nord und spielte in der Aufstiegsrunde.[1]
Zweite Liga und Pokalfinale 1995
1974 stieg Wolfsburg in die 2. Bundesliga auf. Der DFB verlangte dafür Umbauten am Stadion, unter anderem bekam es eine neue Kunststofflaufbahn. 1975 stieg die Mannschaft wieder ab und 1976 erneut auf.[1, 2] Danach folgten viele Jahre in den Amateurligen. Nach der Meisterschaft in der Oberliga 1991 und der Aufstiegsrunde 1992 kehrte der VfL in die 2. Bundesliga zurück. Die erste Saison dort endete auf Platz 14.[1] Am 28.05.1994 machte der VfL Bochum mit einem 1:0 in Wolfsburg seinen Wiederaufstieg perfekt.[10]
1995 stand der Zweitligist im Endspiel um den DFB-Pokal und verlor 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach.[1] Ein Jahr später war der Umbau des Stadions am Elsterweg zu einer bundesligatauglichen Spielstätte abgeschlossen.[1]
Aufstieg 1997 und die Fußball-GmbH
1997 stieg Wolfsburg in die Bundesliga auf und hielt mit Platz 14 die Klasse.[1] Von da an spielte der VfL 29 Jahre ohne Unterbrechung in der höchsten Liga.[2, 7] 1999 spielte die Mannschaft zum ersten Mal im UEFA-Pokal.[1]
2001 gliederte der Verein den Profifußball in die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH aus. Volkswagen hielt 90 Prozent, der Verein 10 Prozent. 2008 gab der Verein seinen Anteil gegen Ausgleich seines Wertes an die Volkswagen AG ab.[1]
Im Verein blieb eine eigene Fußballabteilung. Ihr langjähriger Leiter Volker Heling, zuvor Teammanager der U23, starb am 25.01.2021 mit 69 Jahren. Nachfolger wurde Matthias Stammann, 2022 übernahm Michael Gentner die Leitung der Fußball-Akademie.[1]
Meister 2009 unter Felix Magath
Zur Winterpause der Saison 2008/09 lag Wolfsburg auf Platz neun, neun Punkte hinter Hoffenheim und dem FC Bayern. In der Rückrunde gewann die Mannschaft von Felix Magath 14 von 17 Spielen und verlor nur zweimal. Zu Hause blieb sie die ganze Saison ohne Niederlage und gewann 15 Heimspiele in Folge. Am 04.04.2009 schlug sie den FC Bayern 5:1.[5]

Am 23.05.2009 machte ein 5:1 gegen Werder Bremen den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte perfekt. Grafite wurde mit 28 Toren Torschützenkönig, Edin Džeko traf zwei Tore weniger. Der damals 55 Jahre alte Magath sprach von einem Traum, der wahr geworden sei, und wechselte zur nächsten Saison zum FC Schalke 04.[5] Mehr über die Liga und ihre Meister steht auf der Seite Deutsche Meister: alle Titelträger seit 1903.
Pokalsieg 2015
Am 30.05.2015 gewann Wolfsburg das Pokalfinale im Berliner Olympiastadion gegen Borussia Dortmund mit 3:1.[6] Es war der erste Pokalsieg des Vereins, 20 Jahre nach dem verlorenen Finale gegen Mönchengladbach.[1, 6] Wie der Wettbewerb funktioniert, erklärt die Seite DFB-Pokal: Modus, Rekordsieger und Finale. Mehr über den Gegner steht bei Borussia Dortmund.
Die Volkswagen Arena
Am 08.05.2002 feierte der VfL Richtfest für das neue Stadion im Allerpark. Es sollte rund 30.000 Zuschauern Platz bieten, mit 22.000 festen Sitzplätzen und 8.000 Stehplätzen, die bei internationalen Spielen in 4.000 Sitzplätze umgewandelt werden. Das waren fast 10.000 Plätze mehr als im alten Stadion. Die Investition lag bei rund 53 Millionen Euro. Bauherr war die Wolfsburg AG, Betreiber die VfL Wolfsburg-Fußball GmbH.[3]

Das Dach ist eine Scheibe mit sehr geringer Bauhöhe und rechteckigem Außenring und durchscheinender Membran. Weil es keine Stützen in den Rängen gibt, ist die Sicht von allen Plätzen frei, eine Laufbahn gibt es nicht.[3] Nach 17 Monaten Bauzeit wurde die Arena am 06.12.2002 übergeben und am 13.12.2002 eröffnet. Das erste Heimspiel bestritt der VfL am 15.12.2002 gegen den VfB Stuttgart.[4] Andere Arenen im Vergleich zeigt die Seite Die Fußballstadien in Deutschland.
Die Frauen des VfL
Die Frauen spielten 2003/04 und 2004/05 in der Frauen-Bundesliga und gehören ihr seit 2006/07 ohne Unterbrechung an.[2] 2013 gewannen sie die Champions League, die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal in einer Saison. 2015 wurden Nadine Keßler als Weltfußballerin und Trainer Ralf Kellermann als Welttrainer des Frauenfußballs ausgezeichnet. 2019 wurden sie zur Mannschaft des Jahres gewählt. 2021 gewannen sie wieder den DFB-Pokal.[1] Ihre Heimspiele tragen sie im AOK Stadion in Wolfsburg aus.[2] Mehr dazu auf der Seite Frauenfußball in Deutschland.
Der Abstieg 2026
Die letzte starke Saison lag da schon einige Jahre zurück: 2020/21 war Wolfsburg unter Oliver Glasner Vierter geworden.[7] In der Saison 2025/26 wechselte der VfL mehrfach den Trainer. Nach Paul Simonis und Daniel Bauer übernahm im März Dieter Hecking.[7] Wolfsburg beendete die Saison auf dem Relegationsplatz und traf dort auf den SC Paderborn. Das Hinspiel am 21.05.2026 endete in der Volkswagen Arena vor 27.800 Zuschauern 0:0.[11]
Im Rückspiel am 25.05.2026 in Paderborn brachte Dženan Pejčinović den VfL in der 3. Minute in Führung, in der 14. Minute sah Joakim Mæhle die Gelb-Rote Karte. Filip Bilbija glich in der 38. Minute aus, nach 90 Minuten stand es 1:1. In der Verlängerung erzielte Laurin Curda in der 100. Minute das 2:1 für Paderborn.[12] Damit stieg der VfL nach 29 Jahren zum ersten Mal aus der Bundesliga ab. Auch Geschäftsführer Peter Christiansen und Sportdirektor Sebastian Schindzielorz verließen den Verein. Dieter Hecking, damals 61 Jahre alt, ist Geschäftsführer Sport. Am 03.06.2026 meldete der Verein Tobias Strobl vom SC Verl als neuen Cheftrainer, sein Vertrag läuft bis zum 30.06.2028.[13][7] Mehr über den Aufsteiger steht bei SC Paderborn 07.
Der VfL Wolfsburg in der Saison 2026/27
Wolfsburg spielt 2026/27 in der 2. Bundesliga, Trainer ist Tobias Strobl.[8] Zum Kader gehören unter anderem Maximilian Arnold und Robert Glatzel. Den Vertrag mit Christian Eriksen hat der Verein aufgelöst.[8] Am 9. Spieltag spielte der VfL 1:1 beim VfL Bochum, am 31.10.2026 kommt der Aufsteiger VfL Osnabrück.[8] Mehr dazu bei VfL Osnabrück und unter 2. Bundesliga 2026/27.
In derselben Liga spielt auch der niedersächsische Nachbar Eintracht Braunschweig.[9] Dessen Geschichte steht bei Eintracht Braunschweig.
- Organisation Historie des VfL Wolfsburg. VfL Wolfsburg e.V.. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation VfL Wolfsburg, Vereinsdaten. DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Richtfest für die Volkswagen Arena (Pressemitteilung). VfL Wolfsburg-Fußball GmbH. Stand 08.05.2002. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Eröffnung der Volkswagen Arena (Pressemitteilung). VfL Wolfsburg-Fußball GmbH. Stand 09.12.2002. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Magath praises worthy champions Wolfsburg. UEFA. Stand 25.05.2009. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Borussia Dortmund gegen VfL Wolfsburg 1:3, DFB-Pokal 2014/15, Finale. DFB-Datencenter. Stand 30.05.2015. abgerufen am 29.10.2026
- Nach erstmaligem Abstieg: Wolfsburg vor Totalumbruch. ZDFheute. Stand 26.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation VfL Wolfsburg, Clubseite 2. Bundesliga 2026/27. DFL / bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Eintracht Braunschweig, Clubseite 2. Bundesliga 2026/27. DFL / bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Tradition: Chronik des VfL Bochum 1848. VfL Bochum 1848. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation VfL Wolfsburg gegen SC Paderborn 07 0:0, Relegation Bundesliga 2025/26. DFB-Datencenter. Stand 21.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Paderborn schlägt Wolfsburg. DFL / bundesliga.com. Stand 25.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Meldung zum neuen Cheftrainer Tobias Strobl. DFL / bundesliga.com. Stand 03.06.2026. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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