Fußballvereine der 1. bis 3. LigaRatgeber

Fortuna Düsseldorf: Geschichte, Meistertitel, Pokale und Arena

Fortuna Düsseldorf spielt in der Saison 2026/27 in der 3. Liga, nachdem der Verein im Mai 2026 aus der 2. Bundesliga abgestiegen ist. Die Fortuna wurde 1933 Deutscher Meister und gewann 1979 und 1980 den DFB-Pokal. Heimspielstätte ist die Merkur Spiel-Arena mit 52.000 Plätzen bei Fußballspielen.

Fortuna Düsseldorf spielt in der Saison 2026/27 in der 3. Liga. Am 17.05.2026 verlor die Mannschaft am letzten Spieltag der 2. Bundesliga 0:3 bei der SpVgg Greuther Fürth und stieg als 17. ab.[1, 5, 6] Drittklassig war der Verein zuletzt 2008/09, im ersten Jahr der 3. Liga.[3, 6] In der Bundesliga hat die Fortuna 25 Spielzeiten verbracht, dazu kommen eine Deutsche Meisterschaft und zwei DFB-Pokalsiege.[2, 3] Die Ligazugehörigkeit haben wir am 29.10.2026 geprüft.

Vom Turnverein zur Fortuna

Das Gründungsjahr im Namen geht auf den Turnverein Flingern zurück, gegründet am 05.05.1895 im Düsseldorfer Stadtteil Flingern. Fußball spielte man dort noch nicht.[7] Den Fußball brachten andere Vereine mit: der Düsseldorfer Fußballklub Spielverein von 1908 und der Fußballklub Alemania von 1911. Alemania nannte sich Ende 1912 in Fußballklub Fortuna 1911 um, Mitte 1913 schlossen sich beide zusammen.[7] Am 15.11.1919 vereinigten sich Turnverein und Fußballklub zum Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895. Am 07.08.1926 gab die Halbjahresversammlung bekannt, dass der Verein die Eintragung ins Vereinsregister beantragt.[7]

Mit der Glücksgöttin hat der Name nichts zu tun. Nach Angaben des Vereins ließen sich die Gründer von einem Pferdefuhrwerk einer Brotfabrik namens Fortuna inspirieren.[7] Die Vereinsfarben sind Rot und Weiß, der Verein hat nach Angaben des DFB rund 36.000 Mitglieder, Stand 01.07.2026.[3]

Deutscher Meister 1933

Am 11.06.1933 gewann die Fortuna in Köln das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft mit 3:0 gegen den FC Schalke 04. Sie war der erste Verein aus dem Westen Deutschlands, der diesen Titel holte.[8] Es blieb die einzige Meisterschaft des Vereins. 1936 stand die Mannschaft noch einmal im Endspiel, in Berlin verlor sie 30 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung mit 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg.[8]

Aus dieser Zeit stammt Paul Janes, der 71 Länderspiele bestritt. Nach ihm ist das Stadion am Flinger Broich benannt, an derselben Straße liegt auch die Adresse des Vereins.[3, 8] Ab 1947 spielte die Fortuna in der neuen Oberliga West. Sie stieg 1949 und 1960 ab und kam jeweils ein Jahr später zurück.[8] Alle Meister seit 1903 stehen auf der Seite Deutsche Meister: alle Titelträger seit 1903.

Fünf verlorene Finals, dann zwei Pokalsiege

Im Pokal brauchte die Fortuna lange bis zum ersten Titel. Sie verlor die Endspiele 1938 mit 1:2 gegen Schalke 04, 1957 mit 0:1 gegen den FC Bayern, 1958 mit 3:4 nach Verlängerung gegen den VfB Stuttgart, 1962 mit 1:2 nach Verlängerung gegen den 1. FC Nürnberg und am 15.04.1978 mit 0:2 gegen den 1. FC Köln.[8, 9]

Alter goldfarbener Pokal auf einem rot-weißen Tuch in einer ruhigen Vitrine mit seitlichem Licht
Bild: KI-generiert

Dann kam die beste Zeit des Vereins. Am 16.05.1979 stand die Fortuna in Basel im Finale des Europapokals der Pokalsieger gegen den FC Barcelona und verlor 3:4 nach Verlängerung. Fünf Wochen später, am 23.06.1979, gewann sie in Hannover den DFB-Pokal mit 1:0 nach Verlängerung gegen Hertha BSC.[9] Am 04.06.1980 verteidigte sie den Titel in Gelsenkirchen mit 2:1 gegen den 1. FC Köln.[9] Erst am 28.02.1981 verlor die Fortuna im Pokal wieder, nach 18 Spielen, mit 1:2 bei Hertha BSC. Laut DFB ist das die längste Siegesserie in der Geschichte des Wettbewerbs.[10] Mehr zum Modus steht auf der Seite DFB-Pokal: Modus, Rekordsieger und Finale.

Bundesliga ab 1966

Als die Bundesliga 1963 startete, wurde die Fortuna nicht berücksichtigt und spielte in der Regionalliga West. Am 26.06.1966 stieg sie zum ersten Mal auf, ein Jahr später wieder ab.[9] Nach dem zweiten Aufstieg am 20.06.1971 blieb sie 16 Jahre in der Bundesliga. 1973/74 wurde sie Dritte, bis heute ihre beste Platzierung, und zweimal spielte sie im UEFA-Pokal.[3, 9] Am 17.06.1987 stieg sie in die 2. Bundesliga ab.[9]

Von der Oberliga zurück in die Bundesliga

Am 18.06.1989 stieg die Fortuna zum dritten Mal in die Bundesliga auf, am 16.05.1992 wieder ab. Ein Jahr später musste sie sogar in die Oberliga Nordrhein, schaffte dann aber zwei Aufstiege in Folge und war am 18.06.1995 zurück in der Bundesliga. Die Vereinschronik hebt Trainer Aleksandar Ristic hervor, unter dem der Verein zweimal aufstieg.[2, 3] Nach dem Abstieg am 31.05.1997 ging es bergab. 1999 stieg der Verein in die Regionalliga ab, am 18.05.2002 in die viertklassige Oberliga Nordrhein. Zwei Spielzeiten später, am 23.05.2004, kam er in die Regionalliga Nord zurück.[2]

2008 ging die Regionalliga Nord in der neuen, bundesweiten 3. Liga auf. Am 23.05.2009 machte ein 1:0 gegen Werder Bremen II vor 50.095 Zuschauern den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt, Trainer war Norbert Meier.[2] In der ersten Saison der 3. Liga wurde die Fortuna Vizemeister hinter dem 1. FC Union Berlin.[1] 2012 setzte sich die Fortuna in der Relegation gegen Hertha BSC durch, mit einem 2:1 in Berlin und einem 2:2 zu Hause. Nach einem Jahr stieg sie am 18.05.2013 mit einem 0:3 in Hannover wieder ab.[2]

Am 28.04.2018 sicherte ein 2:1 bei Dynamo Dresden den nächsten Aufstieg, die Fortuna wurde Meister der 2. Bundesliga. In der ersten Saison danach wurde sie Zehnte der Bundesliga, am 26.06.2020 stand der Abstieg fest.[2] In der ewigen Tabelle der Bundesliga liegt der Verein auf Platz 19.[4]

Der Abstieg 2026

Die Jahre in der 2. Bundesliga brachten knappe Entscheidungen. 2024 verlor die Fortuna die Relegation gegen den VfL Bochum, obwohl sie das Hinspiel in Bochum 3:0 gewonnen hatte. Das Rückspiel endete 0:3, im Elfmeterschießen setzte sich Bochum durch.[2, 6]

Vor dem letzten Spieltag der Saison 2025/26 hätte schon ein Unentschieden in Fürth zum Klassenerhalt gereicht. Die Mannschaft verlor 0:3. Eintracht Braunschweig, Fürth und Düsseldorf hatten danach alle 37 Punkte, die Fortuna hatte mit minus 20 die schlechteste Tordifferenz und stieg direkt ab.[5, 6] Vorstandschef Alexander Jobst sagte danach: "Wir sind zu Recht abgestiegen."[6]

Die Merkur Spiel-Arena

Fast 30 Jahre lang spielte die Fortuna im Rheinstadion, das 2002 mit zwei Sprengungen am 12.09. und am 06.11. abgerissen wurde. An seiner Stelle entstand die heutige Arena. Das erste Spiel dort gewann die Fortuna am 10.09.2004 mit 2:0 gegen den 1. FC Union Berlin. Bei der offiziellen Einweihung am 18.01.2005 verlor sie 1:5 gegen den FC Bayern München.[11]

Inneres eines Fußballstadions mit halb geschlossenem Schiebedach, leeren Sitzen und beleuchtetem Rasen
Bild: KI-generiert

Bei Fußballspielen fasst die Merkur Spiel-Arena 52.000 Menschen, 42.300 auf Sitzplätzen und 9.700 auf Stehplätzen. Das Dach lässt sich schließen. Es ist 235 Meter lang, 201 Meter breit und wiegt 8.000 Tonnen. Seine Öffnung misst 110 mal 70 Meter und geht auf Knopfdruck in etwa 30 Minuten auf oder zu.[11] Wie die Arena neben den anderen großen Stadien abschneidet, zeigt die Seite Die Fußballstadien in Deutschland.

Rivale 1. FC Köln

Das Spiel gegen den 1. FC Köln heißt Rheinderby. Bis September 2024 trafen beide Vereine 58-mal aufeinander, Köln gewann 28 Spiele, Düsseldorf 16, dazu kamen 14 Unentschieden. Zweimal standen sie sich im Pokalfinale gegenüber, 1978 und 1980.[12] 2026/27 gibt es kein Rheinderby in der Liga, weil Köln in der Bundesliga spielt. In der 3. Liga trifft die Fortuna dafür auf den SC Fortuna Köln, den FC Viktoria Köln und den MSV Duisburg.[1]

Fans mit rot-weißen Schals gehen an einem kalten Herbstnachmittag an einer Uferpromenade zum Stadion
Bild: KI-generiert

Die Fortuna in der Saison 2026/27

Die Fortuna ist eine von 20 Mannschaften der 3. Liga 2026/27, zusammen mit dem zweiten Absteiger aus der 2. Bundesliga, dem SC Preußen Münster.[1] Den Kader und den Trainer nennen wir hier nicht, weil sie sich gerade nach einem Abstieg oft ändern. Aktuelle Spiele und Ergebnisse stehen beim Verein und im DFB-Datencenter. Wie die 3. Liga aufgebaut ist und welche Regeln für zweite Mannschaften gelten, steht auf der Seite 3. Liga 2026/27: Vereine und Modus, alle Vereine der drei Profiligen unter Fußballvereine der 1. bis 3. Liga. Wer Karten kaufen will, sollte das beim Verein tun. Wie Betrüger mit gefälschten Fußballtickets arbeiten, zeigt der Ratgeber Betrug mit Konzert- und Fußballtickets.

  1. Organisation Teilnehmerfeld der 3. Liga steht fest: Havelse rückt für 1860 nach. Deutscher Fußball-Bund. Stand 11.06.2026. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Historie 1988 bis 2026. Fortuna Düsseldorf. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation Fortuna Düsseldorf, Vereinsprofil mit Ligazugehörigkeit. DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation Ewige Tabelle Bundesliga. DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  5. Organisation 2. Bundesliga 2025/26, 34. Spieltag und Abschlusstabelle. DFB-Datencenter. Stand 17.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
  6. Organisation Düsseldorf steigt in die 3. Liga ab. Bundesliga (bundesliga.com). Stand 17.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
  7. Organisation Historie 1895 bis 1932. Fortuna Düsseldorf. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  8. Organisation Historie 1933 bis 1962. Fortuna Düsseldorf. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  9. Organisation Historie 1963 bis 1987. Fortuna Düsseldorf. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  10. Organisation Duell mit dem Titelverteidiger: Acht Zweitligisten setzten sich durch. Deutscher Fußball-Bund. Stand 02.02.2026. abgerufen am 29.10.2026
  11. Organisation Merkur Spiel-Arena: Zahlen und Fakten. Fortuna Düsseldorf. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  12. Organisation Derbyzeit im Rheinland: 1. FC Köln bei Fortuna Düsseldorf gefordert. Bundesliga (bundesliga.com). Stand 20.09.2024. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.