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SC Fortuna Köln: vom Bundesligisten zurück in die 3. Liga
Der SC Fortuna Köln wurde am 21.02.1948 gegründet und spielte 1973/74 eine Saison in der Bundesliga, danach 26 Jahre in der 2. Bundesliga. 1983 stand der Verein im DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Köln. Als Meister der Regionalliga West 2025/26 spielt Fortuna Köln 2026/27 nach sieben Jahren wieder in der 3. Liga.

Fortuna Köln ist der Verein aus der Kölner Südstadt, der einmal in der Bundesliga spielte und 1983 im Pokalfinale gegen den großen Nachbarn stand. Nach Insolvenz und Jahren in der Regionalliga ist die Fortuna 2026 als Meister der Regionalliga West in die 3. Liga zurückgekehrt.[1, 3] Liga und Trainer haben wir am 29.10.2026 geprüft.
Fortuna Köln auf einen Blick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Gegründet | 21.02.1948 in Köln |
| Stadion | Südstadion in Köln-Zollstock, 11.748 Plätze |
| Bundesliga | 1973/74 |
| 2. Bundesliga | 26 Spielzeiten, bis 2000 |
| DFB-Pokal | Finale 1983 |
| 3. Liga | 2014 bis 2019, wieder seit 2026 |
| Meister Regionalliga West | 2014, 2026 |
| Liga 2026/27 | 3. Liga |
| Trainer 2026/27 | Matthias Mink |
Die Angaben stammen vom Verein, vom Westdeutschen Fußballverband und vom DFB.[1, 2, 3, 5, 6]
Gründung in Bayenthal
Die Fortuna wurde am Samstag, dem 21.02.1948, im Kasino der Bayenthaler Maschinenfabrik gegründet, acht Tage nach dem 1. FC Köln. Drei Vereine schlossen sich dafür zusammen: der SV Victoria 1911, ein Kölner Verein von 1927 und der Bayenthaler SV.[1, 7] Vor dem Aufstieg in die Regionalliga spielte die Fortuna in der Bezirksklasse, der Landesliga und der Verbandsliga.[7]

In den 1960er-Jahren übernahm Hans "Jean" Löring das Präsidentenamt. Er prägte den Verein über Jahrzehnte und blieb bis zum 13.06.2001 im Amt. Am Ende der Spielzeit 1966/67 stieg die Fortuna als Vizemeister in die Regionalliga West auf.[1, 7]
Die Bundesligasaison 1973/74
Am 13.05.1973 machte die Fortuna den Aufstieg in die Bundesliga perfekt, bis dahin der größte Erfolg des Vereins.[1] Die Saison 1973/74 blieb die einzige in der höchsten Spielklasse.[5] Die Mannschaft stieg sofort wieder ab, weil ihr Torverhältnis um zehn Tore schlechter war als das des Wuppertaler SV. Danach gehörte sie zur neu gegründeten 2. Bundesliga.[1, 7]
26 Jahre 2. Bundesliga
In der zweiten Liga blieb die Fortuna 26 Spielzeiten. Am nächsten kam sie der Rückkehr 1986. Damals wurde sie Dritter und spielte in der Relegation gegen Borussia Dortmund. Das Hinspiel in Köln gewann die Fortuna 2:0, das Rückspiel in Dortmund verlor sie 1:3. Im Entscheidungsspiel trat die Fortuna mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft an und verlor 0:8. Eine Verlegung des Spiels hatte der DFB abgelehnt.[1, 7] Den Gegner von damals stellt die Seite Borussia Dortmund vor.
Die Saison 1999/2000 endete mit dem Abstieg in die Regionalliga Nord. Sportliche und finanzielle Probleme kamen zusammen, 2001 musste der Verein Insolvenz anmelden. Jean Löring trat am 13.06.2001 als Präsident zurück.[1]
In der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga steht die Fortuna auf Platz sieben, mit 970 Spielen und 1.376 Punkten. Karl-Heinz Mödrath erzielte 144 seiner 151 Zweitligatore für den Verein, Hans-Jürgen Gede bestritt 345 seiner 417 Zweitligaspiele im Fortuna-Trikot.[7]
Neuanfang in den Amateurligen
Nach der Insolvenz ging es weiter abwärts. In der Saison 2004/05 stand der Spielbetrieb auf der Kippe, obwohl die Jugendabteilung damals rund 500 Spieler in 25 Mannschaften hatte. Eine Spendenaktion und ein Benefizspiel gegen den 1. FC Köln hielten den Verein am Leben. Den Vorsitz übernahm Klaus Ulonska, der im März 2015 starb. Im November 2015 wählten die Mitglieder Hanns-Jörg Westendorf einstimmig zum Vorsitzenden. 2016 baute der Verein ein neues Jugend- und Vereinszentrum im Sportpark Süd.[7]
2007/08 spielte die Fortuna in der Verbandsliga Mittelrhein. Am letzten Spieltag reichte ein 1:1 gegen den VfL Leverkusen vor 7.000 Zuschauern im Sportpark Höhenberg knapp nicht zum Titel. Weil Leverkusen seine Lizenzunterlagen zu spät eingereicht hatte, stieg trotzdem die Fortuna in die neue NRW-Liga auf, der erste Aufstieg seit 35 Jahren. Im Sommer 2011 folgte unter Trainer Uwe Koschinat der Aufstieg in die Regionalliga West, 2013 gewann die Mannschaft den Mittelrhein-Pokal. Im DFB-Pokal verlor sie 2013 im Südstadion 1:2 gegen den 1. FSV Mainz 05, nachdem sie 1:0 geführt hatte.[2][7] Wie die Spielklassen unterhalb der 3. Liga aufgebaut sind, erklärt die Seite Kreisliga, Bezirksliga und die Ligapyramide.
Pokalfinale 1983 und die Kölner Nachbarn
Das bekannteste Spiel der Vereinsgeschichte ist ein Stadtduell. 1983 erreichte die Fortuna als Zweitligist das Finale des DFB-Pokals und traf dort auf den 1. FC Köln. Pierre Littbarski schoss das einzige Tor, der FC gewann 1:0.[1] In der Saison 1998/99 spielten beide Vereine in der 2. Bundesliga. Das erste Derby gewann die Fortuna am 05.10.1998 im Müngersdorfer Stadion vor 41.000 Zuschauern mit 4:2, zur Pause führte sie 3:0.[7, 8] Mehr zum größeren Nachbarn steht auf der Seite 1. FC Köln.

Der zweite Kölner Nachbar ist Viktoria Köln. Im Finale des Landespokals 2016 unterlag die Fortuna der Viktoria im Elfmeterschießen.[1] In der Saison 2026/27 spielen beide Vereine in der 3. Liga, Köln hat damit zwei Drittligisten.[6] Die Viktoria stellt die Seite Viktoria Köln vor.
Die Jahre in der 3. Liga
2013/14 gewann die Fortuna die Regionalliga West. In der Aufstiegsrelegation wartete die U23 des FC Bayern München. Nach einem 1:0 im Hinspiel in Köln lag die Fortuna im Rückspiel in München nach der regulären Spielzeit 0:2 zurück. In der Nachspielzeit köpfte Oliver Laux das entscheidende Auswärtstor. Nach 14 Jahren war der Verein damit zurück im Profifußball.[1] Im selben Sommer stieg auch die SG Sonnenhof Großaspach in die 3. Liga auf.[5]
Als Neuling sicherte sich die Fortuna 2014/15 am 36. Spieltag den Klassenerhalt. 2015/16 wurde sie Elfter, 2016/17 hielt sie die Klasse am vorletzten Spieltag. 2017/18 wurde sie Achter, das war ihre beste Saison in der 3. Liga. Im Oktober 2018 wechselte Trainer Uwe Koschinat nach sieben Jahren zum SV Sandhausen. Unter seinen Nachfolgern lief es nicht mehr, 2018/19 wurde die Mannschaft Vorletzter. Der Abstieg stand nach einer Niederlage gegen den TSV 1860 München am vorletzten Spieltag fest.[1, 7]
Meister der Regionalliga West 2025/26
Von 2019 bis 2026 spielte die Fortuna in der Regionalliga West. Die Platzierungen von 2019/20 bis 2023/24 lauteten Zehnter, Vierter, Fünfter, Sechster und Vierter.[1] Trainer und Sportchef ist Matthias Mink, ein früherer Spieler des Vereins. Er ist seit März 2024 im Amt.[9] Er hatte die Fortuna schon von 2007 bis 2011 in der Verbandsliga Mittelrhein und der NRW-Liga trainiert.[5]
In der Saison 2025/26 stand die Fortuna ab dem 17. Spieltag ohne Unterbrechung an der Tabellenspitze.[5] Am 09.05.2026 machte sie am 33. Spieltag den Titel vorzeitig fest. Gegen die Sportfreunde Siegen geriet sie durch ein Tor von Kevin Goden in Rückstand. Enzo Wirtz glich mit seinem 14. Saisontor aus, Hamadi Al Ghaddioui traf in der 63. Minute zum 2:1. Mit 7.548 Zuschauern war das Südstadion so voll wie in keinem anderen Spiel der Saison.[3, 4]
Am Ende lag die Fortuna vier Punkte vor Rot-Weiß Oberhausen. Sie schoss 71 Tore und kassierte 30. Zu Hause verlor sie kein einziges Spiel und holte dort 39 Punkte, als einzige Mannschaft der Liga ohne Heimniederlage.[4]
Das Südstadion in Zollstock
Das Südstadion liegt im Stadtteil Zollstock und ist das Kernstück der Bezirkssportanlage Süd. Eröffnet wurde es am 15.01.1978, der Bau kostete 7,5 Millionen Mark. Es bietet 11.748 Plätze, davon 1.863 überdachte Sitzplätze. Betrieben wird es von der Kölner Sportstätten GmbH. Der Naturrasen misst 105 mal 68 Meter, auf dem Gelände liegen außerdem ein Trainingsplatz, ein Kunstrasenplatz und eine Sporthalle.[2]

Seit der Eröffnung wurde das Stadion mehrmals modernisiert. In zwei Abschnitten erneuerte der Betreiber die Sanitäranlagen und die Sitze. Für Gästefans gibt es einen eigenen Sitzbereich nach den Vorgaben des DFB. 2010 wurden die vier Flutlichtmasten renoviert, 2014 bekam das Stadion eine neue Flutlichtanlage nach den Anforderungen der 3. Liga, 2015 eine Rasenheizung.[2]
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Fortuna Köln in der Saison 2026/27
Am 11.06.2026 hat der DFB das Teilnehmerfeld der 3. Liga bestätigt. Fortuna Köln ist einer von vier ehemaligen Drittligisten, die aus der Regionalliga zurückkehren, zusammen mit dem SV Meppen, der SG Sonnenhof Großaspach und den Würzburger Kickers.[6] Wie schon 2014 stiegen die Fortuna und Großaspach im selben Jahr auf. Von den vier Aufsteigern hatte die Fortuna am längsten auf die Rückkehr gewartet.[5] Zum Auftakt trat sie am 08.08.2026 in Großaspach an.[5] Die Hinrunde endet am 20.12.2026, die Rückrunde beginnt am 15.01.2027, und die Saison dauert bis zum 22.05.2027. MagentaSport zeigt alle 380 Spiele live.[6] Alle Vereine der Liga stehen auf der Seite 3. Liga 2026/27.
- Organisation Historie. S.C. Fortuna Köln. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Südstadion. S.C. Fortuna Köln. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation 2:1 gegen Siegen: Fortuna Köln steht vorzeitig als Meister fest. Westdeutscher Fußballverband. Stand 09.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Heimstärke als Grundlage für Fortuna Kölns Titelgewinn. Westdeutscher Fußballverband. Stand 22.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Quartett meldet sich zurück: Das sind die Aufsteiger. Deutscher Fußball-Bund. Stand 28.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Teilnehmerfeld der 3. Liga steht fest: Havelse rückt für 1860 nach. Deutscher Fußball-Bund. Stand 11.06.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Historie. S.C. Fortuna Köln e.V.. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Fortuna Köln gegen 1. FC Köln 4:2, 2. Bundesliga 1998/99, 9. Spieltag. Deutscher Fußball-Bund, DFB-Datencenter. Stand 05.10.1998. abgerufen am 29.10.2026
- Ein wahrgewordenes Märchen: Sieben Jahre Abstinenz haben ein Ende. Sport1. Stand 22.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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