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1. FC Köln: Gründung, Meistertitel, Stadion und Geißbock Hennes

Der 1. FC Köln entstand am 13.02.1948 aus dem Kölner BC 01 und der SpVgg Sülz 07. Er gewann drei deutsche Meisterschaften (1962, 1964, 1978) und viermal den DFB-Pokal. In der Saison 2026/27 spielt der Club in der Bundesliga, seine Heimspiele trägt er im RheinEnergieStadion aus.

Großes Fußballstadion in einem Park in der Abenddämmerung, vier Ecktürme mit eingeschalteten Flutlichtern
Bild: KI-generiert

Der 1. FC Köln ist der erste Meister der Bundesliga und einer der mitgliederstärksten Vereine Deutschlands. Nach dem Abstieg 2024 kehrte er ein Jahr später in die erste Liga zurück und spielt auch in der Saison 2026/27 in der Bundesliga.[4] Stand der Angaben auf dieser Seite: 29.10.2026.

Steckbrief

Angabe1. FC Köln
Gründung13.02.1948 (Fusion)[1]
VereinsfarbenRot und Weiß[1]
AnschriftFranz-Kremer-Allee 1, 50937 Köln[1]
Mitglieder160.000 (Stand 01.01.2026)[1]
StadionRheinEnergieStadion, 49.698 Plätze bei Bundesligaspielen[6]
Liga 2026/27Bundesliga[4]
Trainer (Stand 29.10.2026)René Wagner[8]
Deutsche Meisterschaften1962, 1964, 1978[2, 3]
DFB-Pokal1968, 1977, 1978, 1983[2]

Gründung 1948 und der Weg in die Bundesliga

Am 13.02.1948 schlossen sich der Kölner Ballspiel-Club 01 und die Spielvereinigung Sülz 07 zum 1. Fußball-Club Köln 01/07 zusammen.[2, 3] Erster Präsident wurde Franz Kremer, der bei der Gründungsversammlung fragte, ob die Anwesenden mit ihm Deutscher Meister werden wollten.[3] Rot und Weiß übernahm der Club von der Stadt Köln, das Wappen zeigt den Dom.[2]

Hinterzimmer einer alten Gaststätte mit Holztisch, zwei Lederbällen und einem Notizbuch im warmen Lampenlicht
Bild: KI-generiert

Ein Jahr nach der Gründung stieg der FC in die Oberliga West auf, damals eine der höchsten Spielklassen in Deutschland. Dort gewann er fünfmal den Titel. In den Endspielen um die deutsche Meisterschaft stand er 1960, 1962 und 1963, gewonnen hat er das Finale 1962.[2] Kapitän der Meistermannschaft war Hans Schäfer.[3] Bis zur Gründung der Bundesliga 1963 waren die regionalen Oberligen die höchsten Spielklassen, den deutschen Meister ermittelten ihre besten Mannschaften erst in einer Endrunde.[2] Alle Titelträger seit den Anfängen listet die Seite Deutsche Meister.

Kremer setzte sich früh für eine landesweite Profiliga ein. Als die Bundesliga 1963 startete, war Köln dabei und wurde in der ersten Saison 1963/64 gleich Meister.[2, 3] Wie die Liga entstand und wer damals noch zu den Gründungsmitgliedern gehörte, steht in der Geschichte der Bundesliga.

Köln galt in diesen Jahren als besonders gut organisiert. Die Trainingsanlagen gehörten zu den modernsten ihrer Zeit, und der FC war einer der ersten Vereine in Deutschland mit einem eigenen Torwarttrainer. Im Europapokal der Landesmeister kam er in dieser Phase zum ersten Mal bis ins Viertelfinale.[2]

Die erfolgreichen Jahre bis 1983

Nach dem ersten Bundesliga-Titel blieb der FC lange oben dabei, gewann aber zunächst nur den DFB-Pokal 1968.[2] Die nächsten Titel kamen mit Hennes Weisweiler, der in seiner dritten Amtszeit als Trainer nach Köln zurückkehrte und eine Phase mit ernster Abstiegsangst beendete. Unter ihm gewann der Club 1977 den Pokal und 1978 das Double aus Meisterschaft und Pokal.[2] Der Verein selbst nennt 1978 die erfolgreichste Saison seiner Geschichte.[3] Der vierte Pokalsieg folgte 1983, bis heute der letzte Titel.[2]

Vizemeister wurde Köln in fünf weiteren Jahren: 1965, 1973, 1982, 1989 und 1990.[3] In Europa erreichte der Club 1979 das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister und schied gegen Nottingham Forest aus. Später gewann er im UEFA-Pokal mit 4:0 beim FC Barcelona im Camp Nou und zog ins Halbfinale ein. 1986 stand der FC im Endspiel des UEFA-Pokals und verlor gegen Real Madrid.[2] Wie der DFB-Pokal funktioniert und wer ihn am häufigsten gewann, erklärt die Seite zum DFB-Pokal.

Viele Nationalspieler kamen aus Köln oder spielten dort. Der Verein nennt unter anderen Hans Schäfer, Wolfgang Overath, Wolfgang Weber, Heinz Flohe, Dieter Müller, Pierre Littbarski, Thomas Häßler, Toni Schumacher, Bodo Illgner und Lukas Podolski.[3] Overath, Weltmeister von 1974, war von 2004 bis 2011 auch Präsident des Clubs.[2] Die Nationaltorhüter Schumacher und Illgner spielten schon als Jugendliche für den FC. Podolski kehrte 2009 nach drei Jahren beim FC Bayern nach Köln zurück.[2]

Abstiege und Rückkehr

1990 wechselte Thomas Häßler für eine damalige Rekordsumme von 14 Millionen D-Mark zu Juventus Turin. In diese Zeit fällt der Beginn eines langen Abschwungs. 1991 stand der FC zum bislang letzten Mal im Pokalfinale.[2] 1998, im 50. Jahr des Vereins, stieg Köln erstmals aus der Bundesliga ab.[2, 3]

Danach pendelte der Club zwischen erster und zweiter Liga, Kritiker sprachen von einer Fahrstuhlmannschaft.[2] Die Spielzeiten im DFB-Datencenter zeigen sieben Abstiege, nach den Saisons 1997/98, 2001/02, 2003/04, 2005/06, 2011/12, 2017/18 und 2023/24.[1] Der Verein selbst zählte den Abstieg 2018 als sechsten.[3] Rechnet man die Saison 2026/27 mit, kommt der FC laut Datencenter auf 54 Spielzeiten in der Bundesliga und zehn in der 2. Bundesliga.[1] Dazwischen gelang 2017 die Rückkehr nach Europa: Über die Bundesliga qualifizierte sich der FC zum ersten Mal seit 25 Jahren für die Europa League, schied aber nach der Gruppenphase aus und stieg am Ende der Saison 2017/18 ab.[2, 3] Für die Saison 2017/18 in der 2. Bundesliga blieben unter anderem Jonas Hector, Marco Höger, Timo Horn, Marcel Risse und Matthias Lehmann im Verein.[3]

Die bisher letzte Rückkehr gelang 2025. Am 18.05.2025 gewann Köln unter Trainer Friedhelm Funkel das letzte Spiel der Zweitligasaison mit 4:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Weil der Hamburger SV zeitgleich in Fürth verlor, wurde der FC noch Zweitligameister.[7] Die Mannschaften der aktuellen Saison und den Modus stellt die Seite Bundesliga 2026/27 vor.

RheinEnergieStadion in Müngersdorf

Der FC spielt im Kölner Westen, im Stadtteil Müngersdorf. Das Müngersdorfer Stadion entstand 1923 und wurde 1975 neu gebaut.[6] Der Umbau für die WM 1974 zog sich bis 1975 hin.[2] Von 2002 bis 2004 bauten die Kölner Sportstätten es zum heutigen RheinEnergieStadion um.[6] Seit 2004 trägt der FC dort seine Heimspiele aus, 2006 war das Stadion Spielort der Weltmeisterschaft. Im Stadion liegt seit 2004 auch das Vereinsmuseum.[2]

Blick in ein Fußballstadion mit roten Sitzen und grünem Rasen unter bedecktem Himmel, leere Ränge
Bild: KI-generiert

Bei Bundesligaspielen fasst das Stadion 49.698 Zuschauer, bei internationalen Spielen 45.965. Für Konzerte nennt die Betreibergesellschaft je nach Bühnenaufbau 35.600 bis 60.000 Plätze.[6] Weitere Stadien im Land vergleicht die Seite über die Fußballstadien in Deutschland.

Das Vereinsheim, das Geißbockheim, liegt im Kölner Grüngürtel.[3] Die Profis tragen in der Karnevalszeit eigene Karnevalstrikots.[3]

Geißbock Hennes

Das Maskottchen des FC ist ein lebender Ziegenbock. Am 13.02.1950, genau zwei Jahre nach der Gründung, schenkte die Zirkusdirektorin Carola Williams dem Verein bei einer Karnevalssitzung einen jungen Geißbock.[5] Getauft wurde er nach dem damaligen Spielertrainer Hennes Weisweiler.[5]

Weiß-brauner Ziegenbock mit gebogenen Hörnern auf frischem Stroh in einem Holzstall im Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Der heutige Hennes IX. trat zur Saison 2019/20 die Nachfolge von Hennes VIII. an. Er ist eine Bunte Deutsche Edelziege und lebt außerhalb der Spieltage in einem eigenen Stall im Kölner Zoo.[5]

Fans, Mitglieder und das Derby gegen Gladbach

Der FC gehört zu den größten Vereinen in Deutschland. Das DFB-Datencenter nennt 160.000 Mitglieder zum 01.01.2026.[1] Köln ist die viertgrößte Stadt Deutschlands, und nach Angaben des Vereins fühlen sich 80 Prozent der Kölnerinnen und Kölner dem FC verbunden. Mehr als die Hälfte der Mitglieder kommt nach Vereinsangaben aus Köln und dem Umland, dazu gibt es über 950 offizielle Fanclubs. Die Marke von 130.000 Mitgliedern überschritt der FC im Jahr 2023.[3] Seit 2002 ist der Profifußball in die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA ausgegliedert.[3]

Ein besonderes Spiel ist das Rheinische Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Das 101. Derby in der Bundesliga gewann Köln im Oktober 2026 mit 2:1, Said El Mala schoss das Siegtor.[9] Mehr über den Gegner steht auf der Seite über Borussia Mönchengladbach.

Frauen, Nachwuchs und neue Felder

Die Frauen des FC spielen in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Das DFB-Datencenter führt sie dort in den Spielzeiten 2015/16, 2017/18, 2019/20 und durchgehend seit 2021/22.[1] Wie sich der Frauenfußball in Deutschland entwickelt hat, beschreibt die Seite über Frauenfußball in Deutschland.

Abseits des Rasens hat der Verein einige Neuerungen ausprobiert. 2018 startete er den 1. FC Köln Accelerator, ein zwölfwöchiges Programm für junge Unternehmen aus der Sporttechnik, nach eigener Darstellung das erste dieser Art in der Bundesliga. Seit der Saison 2021/22 hat der FC eine eigene Profimannschaft im E-Sport-Titel FIFA.[3]

Zum Stand 29.10.2026 trainiert René Wagner die Profimannschaft.[8] Den aktuellen Kader nennen wir hier nicht, weil er sich mit jeder Transferperiode ändert. Die Liste steht auf der Vereinsseite und im DFB-Datencenter.

  1. Organisation 1. FC Köln: Vereinsprofil und Ligazugehörigkeit. Deutscher Fußball-Bund, DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Der "Domstadt-Klub" feiert 70. Geburtstag. FIFA. Stand 13.02.2018. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation History and honours. 1. FC Köln. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation Clubübersicht Saison 2026-2027. DFL Deutsche Fußball Liga, bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  5. Organisation 60 Jahre Bundesliga: 1. FC Köln und Geißbock Hennes. DFL Deutsche Fußball Liga, bundesliga.com. Stand 13.10.2023. abgerufen am 29.10.2026
  6. Organisation RheinEnergieSTADION. Kölner Sportstätten GmbH. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  7. Köln steigt auf, Elversberg schafft Relegation. ZDF, zdfheute. Stand 18.05.2025. abgerufen am 29.10.2026
  8. Organisation 1. FC Köln: Clubprofil. DFL Deutsche Fußball Liga, bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  9. 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach, Bundesliga 2026/27. ZDF. Stand 12.10.2026. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.