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RB Leipzig: vom Oberligisten zum Pokalsieger
RB Leipzig wurde am 19.05.2009 gegründet, als Red Bull das Spielrecht des Oberligisten SSV Markranstädt übernahm. Sieben Jahre später stieg der Verein in die Bundesliga auf und gewann 2022 und 2023 den DFB-Pokal. In der Saison 2026/27 spielt Leipzig in der Bundesliga und in der Champions League.
RB Leipzig spielt in der Saison 2026/27 in der Bundesliga und in der Champions League. Die Vorsaison beendete der Verein mit 65 Punkten auf Platz drei hinter dem FC Bayern und Borussia Dortmund.[1] Zwischen der Gründung 2009 in der fünften Liga und dem ersten Bundesligaspiel lagen sieben Jahre. Unter Fans anderer Vereine ist das Modell dahinter bis heute umstritten.[2, 3]
Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Gegründet | 19.05.2009 als RasenBallsport Leipzig |
| Liga 2026/27 | Bundesliga, dazu Champions League |
| Stadion | Red Bull Arena, 47.800 Plätze |
| Erstes Bundesligajahr | 2016/17 (Platz zwei) |
| Titel | DFB-Pokal 2022 und 2023, Supercup 2023 |
| Trainer 2026/27 | Martin Demichelis |
Gründungsdaten, Titel und Stadion nennt die Deutsche Fußball Liga, den Trainer das DFB-Datencenter.[2, 4, 5, 10] Einen vollständigen Kader führt diese Seite nicht auf, er ändert sich mit jeder Wechselperiode.
Gründung über das Spielrecht aus Markranstädt
Red Bull hatte zuvor vergeblich versucht, bei einem Verein der Bundesliga oder der 2. Bundesliga einzusteigen. 2009 kaufte das Unternehmen deshalb das Spielrecht des SSV Markranstädt, eines Fünftligisten aus dem Leipziger Umland.[4] Der neue Verein RasenBallsport Leipzig wurde am 19.05.2009 gegründet, am 13.06.2009 ging das Spielrecht für die Oberliga Nordost auf ihn über.[2]
Das erste Pflichtspiel war am 31.07.2009 ein 5:0 im Sachsenpokal gegen den VfK Blau-Weiß Leipzig. In der Oberliga Nordost begann die Mannschaft am 08.08.2009 mit einem 1:1 bei der zweiten Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena.[2]
Vier Aufstiege in sieben Jahren
Unter Trainer Tino Vogel gelang der Aufstieg in die Regionalliga. Dort zog der Verein vom Stadion am Bad mit 5.500 Plätzen in die Arena der Stadt um und gewann 2011 den Sachsenpokal, seinen ersten Titel. Nach einem vierten Platz übernahm Peter Pacult und wurde mit der Mannschaft Dritter.[2]

2012 kam Ralf Rangnick als Sportdirektor und holte Alexander Zorniger als Trainer. In der Saison 2012/13 wurde Leipzig Meister der Regionalliga Nordost und setzte sich in der Aufstiegsrunde mit 4:2 gegen die Sportfreunde Lotte durch. In der 3. Liga reichte eine Saison. Leipzig wurde 2013/14 mit 79 Punkten Zweiter, nur wegen der Tordifferenz hinter dem 1. FC Heidenheim.[13] Mit einem 5:1 gegen den 1. FC Saarbrücken am vorletzten Spieltag stand der Aufstieg in die 2. Bundesliga fest. Zu den Neuzugängen dieser Saison gehörten Joshua Kimmich und Yussuf Poulsen.[2] Nach Zornigers Rücktritt trainierte Rangnick die Mannschaft selbst und führte sie im zweiten Anlauf 2016 in die Bundesliga.[2, 4]
In der Bundesliga und in Europa
Die erste Bundesligasaison 2016/17 unter Ralph Hasenhüttl begann mit 13 Spielen ohne Niederlage, das war ein Rekord für einen Aufsteiger. Am Ende stand Platz zwei, nur der FC Bayern war besser.[2, 4] 2017/18 erzielte Emil Forsberg beim 1:1 gegen Monaco das erste Europapokaltor des Vereins. Nach der Gruppenphase der Champions League ging es in der Europa League weiter, wo Leipzig Neapel und St. Petersburg ausschaltete und im Viertelfinale an Olympique Marseille scheiterte. In der Liga reichte Platz sechs erneut für die Europa League. 2018/19 übernahm Rangnick noch einmal selbst die Mannschaft und führte sie auf Platz drei.[2]
Mit Julian Nagelsmann als Trainer stand Leipzig 2019/20 zur Saisonhälfte an der Tabellenspitze, wurde am Ende Dritter und erreichte das Halbfinale der Champions League. Auf dem Weg dorthin besiegte die Mannschaft Tottenham Hotspur auswärts 1:0 und zu Hause 3:0, im Viertelfinale Atlético Madrid mit 2:1. Im Halbfinale war Paris Saint-Germain der Gegner. 2021 wechselte Nagelsmann zum FC Bayern, Nachfolger wurde Jesse Marsch. Timo Werner erzielte unter Nagelsmann in einer Saison 28 Ligatore.[2, 4] Mit 87 Toren ist er der beste Torschütze der Vereinsgeschichte. Jüngster Spieler war Sidney Raebiger mit 16 Jahren, acht Monaten und 22 Tagen. Christopher Nkunku wurde 2022/23 als erster Leipziger Torschützenkönig der Bundesliga.[4] Wie die Königsklasse heute aufgebaut ist, erklärt die Seite UEFA Champions League.
Die Trainer seit 2009
Diese Trainer haben den Verein seit der Gründung geführt:
| Zeit | Trainer | Ergebnis |
|---|---|---|
| 2009/10 | Tino Vogel | Aufstieg in die Regionalliga |
| 2010 bis 2012 | Tomas Oral, Peter Pacult | Regionalliga, Sachsenpokal 2011 |
| ab 2012 | Alexander Zorniger | Aufstiege in die 3. Liga und die 2. Bundesliga |
| bis 2016 | Ralf Rangnick | Aufstieg in die Bundesliga |
| 2016 bis 2018 | Ralph Hasenhüttl | Platz zwei und Platz sechs |
| 2018/19 | Ralf Rangnick | Platz drei, Pokalfinale |
| 2019 bis 2021 | Julian Nagelsmann | Halbfinale Champions League |
| 2021/22 | Jesse Marsch, Domenico Tedesco | Platz vier, DFB-Pokal |
| 2022 bis März 2025 | Marco Rose | DFB-Pokal 2023 |
| 2025/26 | Ole Werner | Platz drei |
| seit 2026/27 | Martin Demichelis | Champions League 2026/27 |
Nach der Trennung von Rose im März 2025 betreute Zsolt Löw die Mannschaft übergangsweise. Die Saison 2024/25 endete auf Platz sieben, ohne Startplatz im Europapokal.[2, 11]
DFB-Pokal: zwei Titel
Das erste Pokalfinale verlor Leipzig 2019 mit 0:3 gegen den FC Bayern. 2022 gewann die Mannschaft unter Domenico Tedesco das Endspiel gegen den SC Freiburg im Elfmeterschießen, es war der erste große Titel des Vereins. Ein Jahr später, mit Marco Rose als Trainer, verteidigte Leipzig den Pokal.[2, 4] Im August 2023 gewann der Verein außerdem den Supercup mit 3:0 gegen den FC Bayern, Dani Olmo erzielte alle drei Tore.[14] Insgesamt stand der Verein bis 2024 viermal im Finale und gewann zweimal.[6] Die Geschichte des Wettbewerbs steht auf der Seite DFB-Pokal.

Red Bull Arena im alten Zentralstadion
Die Red Bull Arena steht im Rund des früheren Zentralstadions, das einmal 100.000 Zuschauer fasste. Das heutige Stadion wurde 2004 in die alte Schüssel hineingebaut. Es war der einzige Spielort der Weltmeisterschaft 2006 auf dem Gebiet der früheren DDR, mit fünf Spielen. 2010 übernahm der Verein den Namen Red Bull Arena, die blauen Sitze wurden durch rote ersetzt. Heute hat das Stadion 47.800 Plätze. Aus der WM 2006 stammt eine Anekdote: Nach dem Spiel Frankreich gegen Südkorea, das ihm eine Sperre einbrachte, trat Zinédine Zidane in der Kabine gegen eine Metalltür. Die verbeulte Platte ist bis heute ausgestellt.[10] Den Fußball im Osten vor 1990 beschreibt die Seite Fußball in der DDR, die politische Geschichte des geteilten Landes unser Geschichtsportal unter DDR und Bundesrepublik.

Leipzig hat eine lange Fußballgeschichte vor RB: Der Deutsche Fußball-Bund wurde 1900 in Leipzig gegründet, und der VfB Leipzig wurde der erste deutsche Meister.[4]
Kritik am Modell RB Leipzig
Viele Fanorganisationen sehen RB Leipzig als Zeichen für die zunehmende Kommerzialisierung des Profifußballs. Am 07.12.2024 protestierten Fans von Holstein Kiel vor dem Spiel gegen Leipzig mit einem Marsch, im Stadion zeigten sie ein Plakat in Form eines Grabsteins mit der Aufschrift "50+1".[3] Die 50+1-Regel soll verhindern, dass Investoren die Stimmenmehrheit an den Kapitalgesellschaften der Vereine übernehmen.[3]
Das Bundeskartellamt hat sein Verfahren zur 50+1-Regel am 12.08.2026 abgeschlossen. Es hält die Regel für zulässig, wenn sie einheitlich angewendet wird. Von der DFL verlangt es, dass alle Vereine der Bundesliga und der 2. Bundesliga ihren Fans die Möglichkeit geben, als stimmberechtigte Mitglieder einzutreten.[7] Das Kieler Plakat richtete sich auch gegen Jürgen Klopp, der zum 01.01.2025 als Leiter des weltweiten Fußballs zu Red Bull wechselte.[3] Nach einer Einigung zwischen dem DFB und Red Bull wurde er am 15.08.2026 Bundestrainer.[8]
RB Leipzig in der Saison 2026/27
Mit Ole Werner erreichte Leipzig 2025/26 Platz drei und damit die Champions League. Die 65 Punkte lagen zwei unter dem Vereinsrekord in der Bundesliga.[1, 12] Trotzdem trennte sich der Verein am 17.06.2026 von Werner, obwohl sein Vertrag bis 2027 lief. Sportchef Marcel Schäfer sprach von einer nötigen inhaltlichen Weiterentwicklung. Laut Bericht waren Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff und die globale Fußballabteilung von Red Bull um Jürgen Klopp mit der Spielweise unzufrieden. Klopp lobte Werners Arbeit dennoch als "Klasse-Job".[12] Werners Vertrag als Trainer endete laut DFB-Datencenter zum 30.06.2026.[9] Seit dieser Saison trainiert der Argentinier Martin Demichelis die Mannschaft.[5] Spielplan und Teilnehmer der Liga stehen auf der Seite Bundesliga 2026/27. Karten gibt es im offiziellen Ticketshop des Vereins. Welche Fallen bei Angeboten aus zweiter Hand drohen, zeigt unsere Seite zum Betrug mit Fußballtickets.
- Organisation Bundesliga Tabelle 2025/26. DFL Deutsche Fußball Liga (bundesliga.com). Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation History of RB Leipzig: from fifth division to Champions League. DFL Deutsche Fußball Liga (bundesliga.com). Stand 2020. abgerufen am 29.10.2026
- Jürgen Klopp: Aufregung um Fan-Plakate bei Kiel gegen Leipzig. t-online. Stand 07.12.2024. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation RB Leipzig: club by club historical guide. DFL Deutsche Fußball Liga (bundesliga.com). Stand 2023. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation RB Leipzig, Bundesliga 2026/27. DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Rekordsieger und Doublesieger des DFB-Pokals der Männer. Deutscher Fußball-Bund. Stand 2024. abgerufen am 29.10.2026
- Behörde Bundeskartellamt schließt Verfahren zur kartellrechtlichen Bewertung der 50+1-Regel ab. Bundeskartellamt. Stand 12.08.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Jürgen Klopp als Bundestrainer vorgestellt. Deutscher Fußball-Bund. Stand 24.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation RB Leipzig, Bundesliga 2025/26. DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Which stadiums will host Bundesliga football in 2026/27?. DFL Deutsche Fußball Liga (bundesliga.com). Stand 02.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Werner wird neuer Trainer bei RB Leipzig. Sport1. Stand 24.06.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Klopp: "Müssen nach vorn schauen", Leipzig entlässt Ole Werner. ZDFheute. Stand 17.06.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Noch zwei Spiele: Gelingt MSV Duisburg siebter Durchmarsch?. Deutscher Fußball-Bund. Stand 04.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Dreimal Olmo: RB Leipzig gewinnt Supercup. Deutscher Fußball-Bund. Stand 12.08.2023. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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