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Borussia Mönchengladbach: Fohlenelf, Titel und Borussia-Park
Borussia Mönchengladbach wurde am 01.08.1900 gegründet und spielt seit 1965 mit zwei kurzen Unterbrechungen in der Bundesliga. Die Fohlenelf wurde fünfmal Deutscher Meister, gewann 1975 und 1979 den UEFA-Pokal und dreimal den DFB-Pokal. 2026/27 spielt Gladbach in der Bundesliga im ista-Borussia-Park.

Von 1970 bis 1979 gewann Borussia Mönchengladbach fünf Meisterschaften und zweimal den UEFA-Pokal. Aus dieser Zeit stammt auch der Spitzname "Fohlen".[2, 3] Diese Seite fasst die Geschichte vom Bökelberg bis zum heutigen Stadion zusammen. Liga und Trainer für 2026/27 haben wir am 29.10.2026 geprüft.
Borussia Mönchengladbach auf einen Blick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Gegründet | 01.08.1900 in Mönchengladbach |
| Vereinsfarben | Schwarz und Weiß |
| Stadion | ista-Borussia-Park, mehr als 54.000 Plätze |
| Bundesliga | seit 1965, unterbrochen 1999 bis 2001 und 2007/08 |
| Deutscher Meister | 1970, 1971, 1975, 1976, 1977 |
| DFB-Pokal | 1960, 1973, 1995 |
| UEFA-Pokal | 1975, 1979 |
| Liga 2026/27 | Bundesliga |
| Trainer 2026/27 | Alexander Blessin |
Die Angaben stammen aus dem DFB-Datencenter, von der UEFA, der Deutschen Fußball Liga und vom Verein.[1, 3, 6, 9, 10]
Gründung und frühe Jahre
Der Verein wurde am 01.08.1900 gegründet, sein Sitz ist heute an der Hennes-Weisweiler-Allee 1. Der Name Borussia ist das lateinische Wort für Preußen.[1, 3] Die Mannschaft spielte bis 2004 auf dem Bökelberg. Im Zweiten Weltkrieg wurden auf dem Gelände Panzer gebaut.[3] Wie dieser Krieg Deutschland veränderte, steht auf der Seite über den Zweiten Weltkrieg unseres Geschichtsportals.
Gegen den 1. FC Köln spielte Gladbach am 10.09.1950 in der Oberliga West und verlor 2:6.[7] 1920 nahm Gladbach an der ersten Deutschen Meisterschaft nach dem Ersten Weltkrieg teil.[13] Den ersten großen Titel holte der Verein 1960, als er das Pokalfinale mit 3:2 gegen den Karlsruher SC gewann.[5] Der erste Auftritt im Europapokal der Pokalsieger 1960/61 endete mit einem 0:11 in zwei Spielen gegen die Glasgow Rangers.[13] Zwei Jahre später steckte der Verein in Geldnot. Ein Angebot von 250.000 Mark aus Modena half damals über die Krise.[3]
Aufstieg 1965 und die Fohlenelf
1963 kamen Günter Netzer und Jupp Heynckes in die erste Mannschaft, 1964 übernahm Hennes Weisweiler das Traineramt.[13] 1965 stieg Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga auf, im selben Jahr wie der FC Bayern.[2] 1968 und 1969 wurde die Mannschaft jeweils Dritter.[13] Weisweiler setzte auf junge, schnelle Spieler. Ein Lokaljournalist nannte die Mannschaft deshalb "Fohlen", der Name blieb.[2, 3] Zu den Spielern dieser Zeit gehörten Wolfgang Kleff, Berti Vogts, Günter Netzer, Rainer Bonhof, Allan Simonsen und Jupp Heynckes.[2] Heynckes ist mit 45 Toren, davon 23 im UEFA-Pokal, bis heute der beste Torschütze des Vereins in Europa.[3]

1970 und 1971 wurde Gladbach Meister und verteidigte als erste Mannschaft der Bundesliga ihren Titel.[2, 10] Im April 1971 brach im Spiel gegen Werder Bremen ein Torpfosten aus Holz. Das Spiel wurde abgebrochen und beim Stand von 1:1 mit 2:0 für Bremen gewertet. Danach setzten sich Tore aus Aluminium durch.[2, 3] Im selben Jahr schlug Gladbach im Europapokal der Landesmeister Inter Mailand mit 7:1.[2] Bei der Weltmeisterschaft 1974 kamen zwölf der 22 deutschen Spieler aus Mönchengladbach und München.[2]
Meister 1975 bis 1977 und UEFA-Pokal
Von 1975 bis 1977 gewann Gladbach dreimal nacheinander die Meisterschaft.[2, 10] Zwei Jahre vorher hatte Gladbach das Finale des UEFA-Pokals 1973 gegen den FC Liverpool mit 2:3 in zwei Spielen verloren. 1975 holte die Mannschaft den Pokal dann doch, nachdem sie im Halbfinale den 1. FC Köln mit 3:1 und 1:0 ausgeschaltet hatte.[15] Im Finale besiegte sie Twente Enschede.[3] 1977 stand sie im Finale des Europapokals der Landesmeister und verlor gegen den FC Liverpool.[2]
Weisweiler hatte vorher selbst für den 1. FC Köln gespielt. Er kam kurz nach Kölns erstem Bundesligatitel nach Gladbach, holte dort fünf Meisterschaften und führte später Köln zum Double 1977/78.[7] Den zweiten UEFA-Pokal gewann Gladbach 1979 gegen Crvena zvezda Belgrad. Nach einem 1:1 am 09.05.1979 in Belgrad entschied Allan Simonsen das Rückspiel am 23.05.1979 in Düsseldorf mit einem Elfmeter zum 1:0.[4] 1980 verlor Gladbach das UEFA-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt. Es war das fünfte Europapokalfinale des Vereins innerhalb von acht Spielzeiten.[13] Wie der Wettbewerb heute heißt und funktioniert, steht auf der Seite Europa League und Conference League.
Das 12:0 gegen Dortmund
Am letzten Spieltag der Saison 1977/78 schlug Gladbach Borussia Dortmund mit 12:0. Es ist der höchste Sieg der Bundesligageschichte, Jupp Heynckes schoss allein fünf Tore. Vor dem Spieltag waren Köln und Gladbach punktgleich, Köln lag aber zehn Tore besser. Meister wurde deshalb der 1. FC Köln, der gleichzeitig 5:0 beim FC St. Pauli gewann und am Ende drei Tore besser dastand.[2, 3] Was das Spiel in Dortmund auslöste, steht auf der Seite Borussia Dortmund.

Pokalfinals von 1973 bis 1995
Das Pokalfinale 1973 gewann Gladbach mit 2:1 nach Verlängerung gegen den 1. FC Köln.[5] Günter Netzer saß zunächst auf der Bank. Er wechselte sich in der Verlängerung selbst ein und schoss kurz darauf, nach nur zwei Ballkontakten, das Siegtor. Für Köln hatte Herbert Neumann ausgeglichen. Es war Netzers letztes Spiel für Gladbach vor seinem Wechsel zu Real Madrid.[3, 12]
Danach gingen zwei Endspiele im Elfmeterschießen verloren: 1984 gegen den FC Bayern mit 6:7, nachdem Lothar Matthäus seinen Elfmeter verschossen hatte, und 1992 gegen Hannover 96 mit 3:4.[3, 5] Matthäus selbst wechselte 1984 zum FC Bayern.[13] 1995 folgte der dritte Pokalsieg mit einem 3:0 gegen den VfL Wolfsburg.[5] Wie der Wettbewerb heute abläuft, steht auf der Seite DFB-Pokal.
Abstiege und Rückkehr
Zweimal musste die Borussia in die 2. Bundesliga. Nach dem Abstieg 1999 spielte sie zwei Jahre dort, nach dem Abstieg 2007 ein Jahr.[1] Im Februar 2011 war Gladbach Tabellenletzter, sieben Punkte hinter dem rettenden Platz. Lucien Favre übernahm die Mannschaft, die noch die Relegation schaffte und die Klasse gegen den VfL Bochum hielt. Das entscheidende Tor schoss Marco Reus.[3, 13]
In der Saison danach wurde Gladbach Vierter und qualifizierte sich für die Champions League.[3] Reus wurde 2011/12 als erster Gladbacher seit rund 25 Jahren zum Fußballer des Jahres gewählt.[2] 2015 wurde Gladbach Dritter und spielte 2015/16 in der Gruppenphase der Champions League.[13]
Vom Bökelberg in den Borussia-Park
Bis 2004 spielte Gladbach im Bökelbergstadion, in dem 1971 auch der Pfosten brach. Es fasste etwa halb so viele Zuschauer wie das alte Münchner Olympiastadion des FC Bayern.[13] 2004 zog der Verein in den neu gebauten Borussia-Park um.[2, 3] Seit der Saison 2026/27 heißt das Stadion ista-Borussia-Park.[8] Für Bundesligaspiele hat es zur Saison 2026/27 mehr als 54.000 Plätze.[14]

Das Rheinderby gegen Köln
Das Derby gegen den 1. FC Köln reicht bis in die Oberliga West zurück. Das erste Bundesligaduell am 20.11.1965 gewann Köln in Mönchengladbach mit 3:2. Bis Februar 2026 trafen sich beide Vereine 99-mal in der Bundesliga. Gladbach gewann 53 Spiele, Köln 28, und 18 endeten unentschieden. Das letzte Derby vor diesem Stand gewann Gladbach am 08.11.2025 mit 3:1.[7]
Ein Grund für die Rivalität ist Hennes Weisweiler, der für beide Vereine Meistertitel holte. Nur rund 25 Spieler haben für beide Klubs gespielt, darunter Rainer Bonhof, heute Vizepräsident von Borussia Mönchengladbach.[12] Franz Wichelhaus wechselte 1953 als erster Spieler zwischen den Klubs, Hans-Georg Dreßen tat es viermal.[7] In der Oberliga West dominierte Köln die Duelle. Am 11.03.2020 fand das Derby als erstes Bundesligaspiel überhaupt ohne Zuschauer statt, Gladbach gewann 2:1.[12] Mehr zum Nachbarn steht bei 1. FC Köln.
Der zweite Nachbar am Rhein ist Bayer Leverkusen. Erstmals spielten beide Vereine am 19.10.1952 in der Oberliga West gegeneinander, 2:2. In der Bundesliga steht Gladbach nach 87 Spielen bei 22 Siegen, 29 Unentschieden und 36 Niederlagen. Christoph Kramer kam aus der Leverkusener Jugend und bestritt später mehr als 280 Pflichtspiele für Gladbach, Heiko Herrlich gewann mit beiden Vereinen den DFB-Pokal.[7] Mehr dazu steht bei Bayer 04 Leverkusen.
Gladbach in der Saison 2026/27
Borussia Mönchengladbach spielt 2026/27 in der Bundesliga, Trainer ist Alexander Blessin.[1, 9]Für die neue Saison wurde Block 2 in der Südkurve vom Sitzplatz- zum Stehplatzbereich umgebaut.[11]
- Organisation Borussia Mönchengladbach, Vereinsprofil. DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Bundesliga club-by-club historical guide: Borussia Mönchengladbach. DFL / bundesliga.com. Stand 10.07.2023. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Ten claims to fame: Borussia Mönchengladbach. UEFA. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation 1978/79: Simonsen settles Gladbach nerves. UEFA. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation DFB aktuell 1/2008: DFB-Pokalendspiele (Liste aller Endspiele). Deutscher Fußball-Bund. Stand 19.04.2008. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Rekordsieger und Doublesieger des DFB-Pokals der Männer. Deutscher Fußball-Bund. Stand 25.05.2024. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation The Rhine Derbies explained: Borussia Mönchengladbach, Cologne and Bayer Leverkusen. DFL / bundesliga.com. Stand 07.02.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Fohlen spielen ab 2026/27 im ista-Borussia-Park. Borussia Mönchengladbach. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Borussia Mönchengladbach, Clubseite Bundesliga 2026/27. DFL / bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Alle Deutschen Meister der Bundesliga. DFL / bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Stadion und Vereinsgelände. Borussia Mönchengladbach. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation 10 things on the Rhine derby between Borussia Mönchengladbach and Cologne. DFL / bundesliga.com. Stand 08.10.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Who exactly are Borussia Mönchengladbach?. UEFA. Stand 11.09.2015. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Stadien der Bundesliga 2026/27. DFL / bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- The UEFA Cup 1974/75: VfL 1900 Borussia Mönchengladbach (FRG). RSSSF. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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