Amateurfußball, Verein und TrainingRatgeber

Jugendfußball: Altersklassen von G bis A und ihre Jahrgänge

Im Jugendfußball entscheidet das Geburtsjahr über die Altersklasse, maßgeblich ist das Kalenderjahr, in dem die Saison beginnt. In der Saison 2026/27 spielen die Jahrgänge 2008 und 2009 in der A-Jugend, 2010 und 2011 in der B-Jugend und so weiter bis zur G-Jugend ab Jahrgang 2020. Die Kleinsten bis zur E-Jugend spielen in kleinen Spielformen ohne Tabellen.

Mehrere kleine Jugendtore mit weißen Netzen auf Kunstrasen, davor bunte Hütchen und kleine Bälle
Bild: KI-generiert

Im Jugendfußball entscheidet das Geburtsjahr, in welcher Mannschaft ein Kind spielt. Jede Altersklasse umfasst zwei Jahrgänge. Maßgeblich ist das Kalenderjahr, in dem die Spielzeit beginnt, und eine Spielzeit läuft immer vom 1. Juli bis zum 30. Juni des folgenden Jahres [1]. Wer im Kalenderjahr 2026 zum Beispiel 17 oder 18 Jahre alt wird, gehört in der Saison 2026/27 zur A-Jugend, auch wenn der Geburtstag erst im Dezember ist [1].

Die Buchstaben laufen von A für die Ältesten bis G für die Jüngsten. Parallel dazu sind die U-Bezeichnungen üblich. Die A-Jugend heißt U19 und U18, je nach Jahrgang, die G-Jugend U6 und U7 [1].

Altersklassen und Jahrgänge 2026/27

Die folgende Tabelle rechnet die Regeln der Jugendordnung auf die Saison 2026/27 um. Grundlage ist das Lebensjahr, das im Kalenderjahr 2026 vollendet wird [1].

AltersklasseU-BezeichnungAlter im Jahr 2026Jahrgänge 2026/27
A-JugendU19 / U1817 oder 182008 und 2009
B-JugendU17 / U1615 oder 162010 und 2011
C-JugendU15 / U1413 oder 142012 und 2013
D-JugendU13 / U1211 oder 122014 und 2015
E-JugendU11 / U109 oder 102016 und 2017
F-JugendU9 / U87 oder 82018 und 2019
G-Jugend (Bambini)U7 / U6jünger als 72020 und jünger

Zur Saison 2027/28 rutscht jede Zeile um einen Jahrgang weiter: Der ältere Jahrgang jeder Klasse steigt in die nächste Altersklasse auf, der jüngste Jahrgang der G-Jugend wird zum ersten Jahrgang der F-Jugend.

Kinderfußball von G bis E: kleine Spielformen

Für die drei jüngsten Altersklassen hat der DFB den Spielbetrieb umgebaut. Seit Beginn der Saison 2024/25 gelten die neuen Spielformen verbindlich in ganz Deutschland, Pflichtspiele im alten Format sollen die Verbände nicht mehr ansetzen [2]. Die Idee dahinter: weniger Kinder pro Team, kleinere Felder, mehr Ballkontakte.

Kleines Spielfeld von oben mit vier Minitoren, Markierungshütchen und einem Ball in der Mitte
Bild: KI-generiert

In der G-Jugend wird 2 gegen 2 oder 3 gegen 3 gespielt, auf Feldern zwischen 16 mal 20 und 28 mal 22 Metern mit vier Minitoren und ohne Torwart. Nach jedem Tor wechselt bei beiden Teams automatisch ein Kind. Gespielt wird in Turnierform: Wer gewinnt, rückt ein Feld nach oben, wer verliert, eins nach unten [2].

Die F-Jugend spielt 3 gegen 3 oder 5 gegen 5. Ab hier stehen regelmäßig Torhüter im Tor, wenn auf zwei Kleinfeldtore gespielt wird [2]. In der G- und F-Jugend gibt es keine Meisterschaftsrunden, Ergebnisse werden über den Spieltag hinaus nicht festgehalten [2].

In der E-Jugend kommen 5 gegen 5 und 7 gegen 7 hinzu. Beim Siebenerspiel stehen sechs Feldspieler und ein Torwart auf einem Feld von etwa 55 mal 35 Metern. Ein Ball im Aus wird dort per Einwurf fortgesetzt, in den kleineren Formen dagegen durch Einschießen oder Eindribbeln [2]. Die Reform betrifft die Altersklassen U6 bis U11 [2].

Der DFB zählt seitdem deutlich mehr Kindermannschaften. In der Saison 2025/26 waren 22.264 F-Jugend-Teams und 13.118 G-Jugend-Teams gemeldet. Ein Grund: Mit kleineren Mannschaften können aus einem früheren Team statistisch mehrere werden [3].

Spielnachmittage ohne Schiedsrichter

Wie ein Spieltag in den jüngsten Klassen konkret abläuft, regeln die Landesverbände. In Niedersachsen gibt es von der G- bis zur E-Jugend grundsätzlich keine Meisterschaftsrunden, gespielt wird bei Kinderfußballfestivals oder Kurzturnieren [1]. Die Spiele laufen ohne Schiedsrichter: Die Kinder entscheiden strittige Situationen auf dem Platz selbst [1].

Auch für die Erwachsenen am Rand gibt es Regeln. Die Trainer geben nur die nötigsten Anweisungen und stehen gemeinsam in einer Coaching-Zone, für Eltern und Zuschauer werden eigene Eltern- und Fan-Zonen eingerichtet [1]. Alle Kinder kommen zum Einsatz: Es dürfen nie mehr Wechselspieler an der Seite stehen, als Kinder auf dem Feld sind, und gewechselt werden soll bei jedem Tor oder spätestens nach zwei Minuten. Geht der Ball ins Seitenaus, geht es mit Eindribbeln oder Einpassen weiter, die Gegner halten drei Meter Abstand [1]. Das Siebenerspiel ist in der niedersächsischen E-Jugend nur in Ausnahmefällen auf Antrag und höchstens bis zur Spielzeit 2026/27 möglich [1].

D-Jugend: der Übergang aufs größere Feld

Die D-Jugend ist die Stufe zwischen Kinderfußball und Großfeld. Der Niedersächsische Fußballverband sieht für sie zwei Spielformen vor: 9 gegen 9 auf einem Feld von etwa 70 mal 50 Metern, also von Strafraum zu Strafraum des Großfelds, oder 7 gegen 7 auf höchstens einem halben Großfeld. Die Tore sind etwa 5 mal 2 Meter groß, gespielt wird mit einem Ball der Größe 4 oder 5 und 350 Gramm Gewicht [1].

Die Gesamtspielzeit beträgt dort 60 Minuten. Sie kann in Hälften, Drittel oder Viertel aufgeteilt werden, und Wechselspieler dürfen beliebig oft ein- und ausgewechselt werden [1]. Andere Landesverbände regeln die Spielform der D-Jugend teilweise anders. Welche gilt, steht in der Jugendordnung oder den Durchführungsbestimmungen deines Verbands.

Spielzeiten von der D- bis zur A-Jugend

Mit steigendem Alter wird die Spielzeit länger. Die Jugendordnung des Niedersächsischen Fußballverbands nennt diese Werte [1]:

Trainer im Trainingsanzug von hinten mit Stoppuhr am Spielfeldrand eines großen Rasenplatzes
Bild: KI-generiert
AltersklasseSpielzeitVerlängerung
A-Jugend2 x 45 Minuten2 x 15 Minuten
B-Jugend2 x 40 Minuten2 x 10 Minuten
C-Jugend2 x 35 Minuten2 x 5 Minuten
D-Jugend2 x 30 Minuten2 x 5 Minuten

Für die E-, F- und G-Jugend gibt es keine Verlängerung, dort gelten die Regeln der Kinderspielformen [1]. Ab der C-Jugend wird auf dem Großfeld 11 gegen 11 gespielt, mit den Regeln der Erwachsenen, die auf der Seite Spielzeit, Nachspielzeit und Verlängerung und unter Fußballfeld: Maße und Linien erklärt sind.

Mädchen und gemischte Mannschaften

Mädchen und Jungen dürfen in allen Altersklassen von G bis A zusammen in einer Mannschaft spielen. In Niedersachsen brauchen gemischte Teams ab der C-Jugend die Zustimmung der Eltern der Spielerinnen. Gemischte Mannschaften spielen grundsätzlich im Spielbetrieb der Jungen mit [1]. Kreise und Bezirke können außerdem beschließen, dass der jüngere Jahrgang der Mädchen in der nächstniedrigeren Altersklasse der Jungen eingesetzt werden darf [1].

Reine Mädchenmannschaften gibt es immer häufiger. Der DFB zählte in der Saison 2025/26 6.662 Mädchenteams, 630 mehr als im Jahr davor [3]. Mehr zum Spielbetrieb der Frauen steht auf der Seite Frauenfußball in Deutschland.

Wann Jugendliche bei den Erwachsenen spielen

Grundsätzlich dürfen Jugendspieler nicht in Herren- oder Frauenmannschaften eingesetzt werden. Für die Ältesten gibt es Ausnahmen. In Niedersachsen dürfen A-Junioren des älteren Jahrgangs in allen Herrenmannschaften ihres Vereins spielen, ebenso jeder A-Junior, der 18 geworden ist [1]. Bei den Mädchen dürfen der ältere B-Jahrgang und die A-Juniorinnen in allen Frauenteams ihres Vereins mitspielen. Juniorinnen ab 18 können auch in einer Herrenmannschaft eingesetzt werden [1]. Für besonders talentierte jüngere Spieler, etwa aus Auswahlmannschaften oder Leistungszentren, sieht die Jugendordnung weitere Ausnahmen vor [1].

Die oberste Ebene: DFB-Nachwuchsligen

An der Spitze der A- und B-Jugend standen früher die Junioren-Bundesligen. Seit der Saison 2024/25 heißen sie U19 und U17 DFB-Nachwuchsliga und funktionieren anders [4]. In der Vorrunde spielen die Vereine in regionalen Gruppen mit höchstens acht Teams. Die beiden Besten jeder Gruppe und der beste Dritte kommen in die Meisterrunde mit 24 Vereinen, alle anderen in die Hauptrunde. Am Ende spielen 16 Teams im K.-o.-Modus den Deutschen Meister aus [4].

Vereine mit einem Leistungszentrum sind dauerhaft qualifiziert. Andere Vereine müssen sich ihren Platz jedes Jahr sportlich sichern [4]. Unterhalb der Nachwuchsligen spielt die Jugend in den Ligen der Landesverbände, Bezirke und Kreise, ähnlich wie bei den Erwachsenen auf der Seite Kreisliga, Bezirksliga und die Ligapyramide.

Was Eltern und Trainer wissen sollten

Für die Anmeldung braucht ein Kind eine Spielberechtigung über den Verein, auch bei einem Wechsel. Wie das geht, steht unter Spielerpass und Vereinswechsel. Trainer im Kinderfußball haben oft keine Lizenz, viele Vereine bieten aber Lehrgänge an. Einen Überblick gibt die Seite Trainerlizenzen.

Ballnetz mit Jugendbällen und gestapelte Leibchen auf einer Holzbank am Sportplatz
Bild: KI-generiert
  1. Organisation Jugendordnung des Niedersächsischen Fußballverbandes (§§ 3, 15, 16 und Anhang). Niedersächsischer Fußballverband. Stand Juli 2026. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Kinderfußball: neue Spielformen. Deutscher Fußball-Bund. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation DFB-Mitgliederstatistik: Positive Signale bei Mädchenteams, Kindern und Schiris. Deutscher Fußball-Bund. Stand 16.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation Informationen zur U 17 DFB-Nachwuchsliga. Deutscher Fußball-Bund. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.