Fußballregeln einfach erklärtRatgeber

Fußballfeld: Maße und Linien

Ein Fußballfeld ist nach Regel 1 zwischen 90 und 120 m lang und zwischen 45 und 90 m breit, bei Länderspielen 100 bis 110 m mal 64 bis 75 m. Der DFB nennt 105 m mal 68 bis 70 m als übliche Größe. Das Tor ist 7,32 m breit und 2,44 m hoch, der Strafraum reicht 16,5 m ins Feld.

Luftaufnahme eines leeren Fußballfelds mit weißen Linien, Mittelkreis und beiden Strafräumen auf gestreiftem Rasen
Bild: KI-generiert

Ein Fußballfeld hat keine feste Größe. Regel 1 der Fußballregeln gibt Spannen für Länge und Breite vor, innerhalb derer jeder Wettbewerb seine Maße festlegen darf. Feste Maße gelten dagegen für alles, was im Strafraum und am Tor liegt [1]. Die Regel heißt "Spielfeld" und steht am Anfang der 17 Regeln, die du auf der Seite Fußballregeln einfach erklärt im Überblick findest.

Länge und Breite

Die längeren Begrenzungslinien heißen Seitenlinien, die kürzeren Torlinien. Die Seitenlinie muss immer länger sein als die Torlinie [1].

SpieleSeitenlinie (Länge)Torlinie (Breite)
allgemein90 bis 120 m45 bis 90 m
internationale Spiele100 bis 110 m64 bis 75 m
übliche Größe laut DFB105 m68 bis 70 m

Die ersten beiden Zeilen stammen aus Regel 1, die dritte aus den zusätzlichen Erläuterungen des DFB [1]. Ein Feld von 105 mal 68 m hat eine Fläche von 7.140 Quadratmetern. Im Kinder- und Jugendfußball darf der nationale Verband kleinere Felder zulassen, mehr dazu weiter unten [1].

Die Linien

Das Feld ist rechteckig und wird mit durchgezogenen Linien markiert, von denen keine Gefahr ausgehen darf. Alle Linien sind gleich breit, höchstens 12 cm. Die Torlinie ist genauso breit wie Pfosten und Latte [1]. Andere Linien als die in Regel 1 genannten sind auf dem Spielfeld verboten. Auf Kunstrasen sind weitere Linien erlaubt, wenn sie eine andere Farbe haben und sich klar von den Fußballlinien unterscheiden [1]. Wer selbst Markierungen auf dem Rasen anbringt, etwa mit dem Schuh, wird wegen unsportlichen Verhaltens verwarnt [1].

Ein Linienwagen zieht eine frische weiße Linie auf kurz gemähtem Rasen, Morgentau auf dem Gras
Bild: KI-generiert

Die Linien gehören zu dem Raum, den sie begrenzen. Liegt der Ball auf der Seitenlinie, ist er noch im Spiel. Ein Foul auf der Strafraumlinie gilt als Foul im Strafraum. Alle Maße werden von der Außenkante der Linien aus gemessen [1].

Mittellinie und Anstoßkreis

Die Mittellinie verbindet die beiden Seitenlinien in ihrer Mitte und teilt das Feld in zwei Hälften. In ihrer Mitte liegt der Anstoßpunkt, um ihn herum der Anstoßkreis mit 9,15 m Radius [1]. Die 9,15 m entsprechen 10 Yards und tauchen im Regelwerk immer wieder auf: Diesen Abstand müssen die Gegner beim Anstoß, bei Freistößen und beim Eckstoß einhalten [1]. Außerhalb des Feldes darf im Abstand von 9,15 m zum Eckviertelkreis eine Abstandsmarke angebracht werden, die beim Eckstoß hilft [1]. Wie Ecke und Freistoß ablaufen, steht im Ratgeber Ecke, Freistoß, Einwurf.

Strafraum, Torraum und Elfmeterpunkt

Torraum und Strafraum werden auf dieselbe Art gezeichnet. Von der Innenseite jedes Torpfostens aus misst man an der Torlinie einen Abstand ab und zieht von dort eine Linie rechtwinklig ins Feld. Eine Linie parallel zur Torlinie schließt den Raum [1].

MarkierungMaß
Torraum5,5 m neben jedem Pfosten, 5,5 m tief; zusammen 18,32 m breit
Strafraum16,5 m neben jedem Pfosten, 16,5 m tief; zusammen 40,32 m breit
Elfmeterpunkt11 m vor der Mitte der Torlinie
Teilkreis am Strafraum9,15 m Radius um den Elfmeterpunkt, außerhalb des Strafraums
Anstoßkreis9,15 m Radius
Eckviertelkreis1 m Radius

Die Breiten von Torraum und Strafraum ergeben sich aus der Torbreite von 7,32 m plus zweimal 5,5 m beziehungsweise zweimal 16,5 m. Die 11 m zum Elfmeterpunkt werden von der Mitte des Punkts bis zur hinteren Kante der Torlinie gemessen [1]. Der Teilkreis zeigt den Abstand, den beim Elfmeter alle Spieler außer Schütze und Torhüter halten müssen [1]. Was im Strafraum gilt, erklärt der Ratgeber Elfmeter und Strafraum.

Eckbereich und Fahnen

An jeder Ecke steht eine Fahnenstange von mindestens 1,5 m Höhe mit stumpfem Ende und einer Fahne. Um die Eckfahne herum markiert ein Viertelkreis mit 1 m Radius den Eckbereich, in dem der Ball beim Eckstoß liegen muss [1, 2]. Fahnen an der Mittellinie sind freiwillig. Wer sie aufstellt, muss sie mindestens 1 m außerhalb der Seitenlinie platzieren [1].

Eckfahne an der Spielfeldecke mit Viertelkreis auf nassem Rasen, dahinter unscharf eine leere Tribüne
Bild: KI-generiert

Das Tor

In der Mitte jeder Torlinie steht ein Tor aus zwei senkrechten Pfosten und einer Querlatte. Der Abstand zwischen den Innenseiten der Pfosten beträgt 7,32 m, die Unterkante der Latte liegt 2,44 m über dem Boden. Pfosten und Latte sind weiß, gleich breit und gleich tief, höchstens 12 cm [1]. Erlaubt sind quadratische, rechteckige, runde und elliptische Formen, beide Tore müssen aber gleich aussehen. Alle Tore, auch tragbare, müssen fest im Boden verankert sein [1].

Verschiebt sich die Latte oder bricht sie, wird das Spiel unterbrochen, bis sie repariert ist, und mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt. Ein Seil oder ein anderes biegsames Material als Ersatz ist verboten. Lässt sich die Latte nicht reparieren, muss das Spiel abgebrochen werden [1].

Ob ein Wettbewerb Torlinientechnik einsetzt, legen seine Bestimmungen fest. Das System gilt nur für die Torlinie und nur für die Frage, ob ein Tor erzielt wurde. Es meldet das Ergebnis ausschließlich den Spieloffiziellen, etwa per Vibration und Lichtsignal an der Uhr des Schiedsrichters, und bestätigt es binnen einer Sekunde. Vor dem Spiel testet der Schiedsrichter die Technik. Funktioniert sie nicht wie vorgeschrieben, darf er sie nicht verwenden [1].

Rasen, Kunstrasen und Hybridrasen

Grundsätzlich wird auf Naturrasen gespielt. Kunstrasen oder eine Mischung aus Natur- und Kunstrasen, ein sogenanntes Hybridsystem, sind erlaubt, wenn die Wettbewerbsbestimmungen das zulassen. Kunstrasen muss grün sein. Bei Länderspielen und internationalen Klubwettbewerben muss er die Anforderungen des FIFA-Qualitätsprogramms erfüllen [1].

Für den Zustand des Platzes ist in Deutschland der Platzverein verantwortlich, auch für das Zeichnen der Linien und den sicheren Aufbau der Tore. Der Schiedsrichter prüft das Feld vor dem Anpfiff. Droht wegen schlechten Wetters oder Nachlässigkeit Gefahr für die Spieler, fordert er den Platzverein auf, die Mängel zu beheben. Gelingt das nicht in angemessener Zeit, fällt das Spiel aus. Sind die Linien wegen Schnee nicht mehr zu sehen, werden einen Meter außerhalb des Feldes Hilfsflaggen oder Hütchen aufgestellt, um die Strafräume zu kennzeichnen. Veränderungen in der Halbzeitpause, etwa Sand vor dem Tor, brauchen die Zustimmung des Schiedsrichters [1]. Wie die großen Arenen gebaut sind, zeigt der Ratgeber Die Fußballstadien in Deutschland.

Technische Zone und Werbung

In Stadien mit eigenem Sitzbereich für Trainer und Auswechselspieler gibt es eine technische Zone. Sie reicht höchstens 1 m über den Sitzbereich hinaus und bis höchstens 1 m an die Seitenlinie heran. Von dort darf immer nur eine Person taktische Anweisungen geben [1]. Auf dem Feld, in den Toren und im Abstand von 1 m zu den Begrenzungslinien ist während des Spiels jede Werbung verboten. Aufgestellte Werbebanden müssen mindestens 1 m von der Seitenlinie entfernt stehen [1]. Logos von Verbänden, Wettbewerben oder Vereinen dürfen während des Spiels weder auf dem Rasen noch auf Toren, Netzen oder Fahnenstangen erscheinen. Auf den Fahnen an den Fahnenstangen sind sie erlaubt [1].

Wo ein Video-Assistent eingesetzt wird, braucht das Stadion zusätzlich eine Review Area. Das ist ein sichtbarer, klar markierter Bereich außerhalb des Spielfelds, in dem sich der Schiedsrichter Szenen am Monitor ansieht. Spieler und Trainer, die ihn betreten, werden verwarnt. Wer den Video Operation Room betritt, in dem die Video-Assistenten arbeiten, wird des Feldes verwiesen [1]. Mehr dazu im Ratgeber Videoschiedsrichter (VAR).

Kleinere Felder im Kinder- und Jugendfußball

Für Kinder schreibt der DFB seit der Saison 2024/25 bundesweit kleinere Spielformen auf verkleinerten Feldern vor [3]:

Mehrere Minitore mit weißen Netzen und bunten Hütchen auf einem Kunstrasenplatz in der Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert
AltersklasseSpielformSpielfeld
G-Jugend (U 6/U 7)2 gegen 2 oder 3 gegen 316 x 20 m bis 28 x 22 m
F-Jugend (U 8/U 9)3 gegen 326 bis 28 x 20 bis 22 m
F-Jugend (U 8/U 9)5 gegen 540 x 22 bis 25 m
E-Jugend (U 10/U 11)7 gegen 755 x 35 m

Gespielt wird auf Minitore mit höchstens 2 x 1,2 m, in der E-Jugend auch auf Kleinfeldtore [3, 4]. Die D-Jugend spielt auf einem verkleinerten Feld mit bis zu neun Spielern je Mannschaft und Toren bis 5 x 2 m [4]. Welche Altersklassen es gibt, erklärt der Ratgeber Jugendfußball: Altersklassen von G bis A.

  1. Organisation Fußball-Regeln 2025/2026, Regel 1 Spielfeld mit Erläuterungen des DFB, Regeln 8, 9, 13, 14 und 17. Deutscher Fußball-Bund. Stand 2025/26. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Laws of the Game, Law 1: The Field of Play. The International Football Association Board (IFAB). Stand 2026/27. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation Kinderfußball: Spielformen in G-, F- und E-Jugend. Deutscher Fußball-Bund. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  4. Gesetz Jugendordnung, § 8a. Deutscher Fußball-Bund. Stand 15.07.2024. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.