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Borussia Dortmund: Geschichte, Titel und Signal Iduna Park

Borussia Dortmund wurde am 19.12.1909 in der Gaststätte "Zum Wildschütz" am Borsigplatz gegründet. Der Verein wurde achtmal Deutscher Meister, gewann fünfmal den DFB-Pokal, 1966 den Europapokal der Pokalsieger und 1997 die Champions League. 2026/27 spielt der BVB in der Bundesliga unter Trainer Niko Kovač.

Riesige steile Stehtribüne in einem leeren Stadion mit gelben Wellenbrechern im Licht des späten Nachmittags
Bild: KI-generiert

Borussia Dortmund hat mehr als 230.000 Mitglieder und spielt im größten Fußballstadion Deutschlands.[1, 7] Auf dieser Seite stehen die Gründung, die Titel von 1956 bis 2021, das Stadion und das Derby gegen Schalke. Liga und Trainer für 2026/27 haben wir am 29.10.2026 geprüft.

Borussia Dortmund auf einen Blick

MerkmalAngabe
Gegründet19.12.1909 in Dortmund
Mitgliedermehr als 230.000 (Dezember 2025)
StadionSignal Iduna Park, 81.365 Plätze
Deutscher Meister1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002, 2011, 2012
DFB-Pokal1965, 1989, 2012, 2017, 2021
Europapokal der Pokalsieger1966
Champions League1997
Weltpokal1997
Liga 2026/27Bundesliga
Trainer 2026/27Niko Kovač

Die Angaben stammen aus der Vereinschronik, vom DFB und von der Deutschen Fußball Liga.[2, 4, 6, 8, 9, 12]

Gründung am Borsigplatz

Am 19.12.1909, dem vierten Adventssonntag, gründeten 18 Mitglieder eines katholischen Jünglingsvereins der Dreifaltigkeitsgemeinde in der Gaststätte "Zum Wildschütz" am Borsigplatz den Ballspielverein Borussia. Das erste Spiel bestritt die Mannschaft am 15.01.1911 gegen den VfB Dortmund, 392 Tage nach dem Gründungsabend.[1]

Kleiner runder Stadtplatz mit alten Backsteinhäusern, Straßenbahngleisen und warmen Laternen am Abend
Bild: KI-generiert

Zum 116. Geburtstag im Dezember 2025 zählte der Verein mehr als 230.000 Mitglieder.[1] Der Profifußball ist in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien ausgegliedert, die seit dem Jahr 2000 an der Börse ist.[5]

Die ersten Meisterschaften

Den ersten deutschen Meistertitel gewann Borussia Dortmund 1956, ein Jahr später folgte der zweite.[2] 1963 gewann die Mannschaft in Stuttgart das letzte Endspiel um die Deutsche Meisterschaft mit 3:1 gegen den 1. FC Köln. Danach begann die Bundesliga, und Timo Konietzka schoss für Dortmund das erste Tor der neuen Liga.[2] Wie die Bundesliga entstand, steht auf der Seite Geschichte der Bundesliga.

Ganz ohne Rückschläge verlief das Jahrzehnt nicht. Das Endspiel um die Meisterschaft 1961 verlor Dortmund deutlich mit 0:3 gegen den 1. FC Nürnberg. Im Mai 1964 stritt der Verein über die Entlassung von Eppenhoff, nach einer Klage trat der Vorstand zurück.[2]

Im DFB-Pokal verlor Dortmund das Finale 1963 mit 0:3 gegen den Hamburger SV. Zwei Jahre später gewann der BVB das Endspiel mit 2:0 gegen Alemannia Aachen.[13] Damit war die Mannschaft für den Europapokal der Pokalsieger qualifiziert. Am 05.05.1966 gewann sie im Hampden Park in Glasgow das Finale gegen den FC Liverpool mit 2:1 nach Verlängerung.[2]

Abstieg, Westfalenstadion und Rückkehr

Die guten Jahre hielten nicht lange. 1968 wurde Dortmund nur Vierzehnter, 1968/69 entging die Mannschaft dem Abstieg erst am letzten Spieltag.[2] 1969 verkaufte der Verein Lothar Emmerich.[3] In der Saison 1971/72 war es so weit: Mit 20 Punkten belegte der BVB Platz 17 und musste in die Regionalliga West.[3]

Neu gebautes Fußballstadion aus den 1970er Jahren mit Betontribünen und gelben Stahlpylonen an den Ecken
Bild: KI-generiert

In diese Zeit fiel der Bau des Westfalenstadions für die Weltmeisterschaft 1974. Am 02.04.1974 wurde es inoffiziell mit einem Spiel gegen Schalke 04 eröffnet, das Dortmund mit 0:3 verlor. Ab 1974/75 spielte der Verein in der neuen 2. Bundesliga. Am 23.06.1976 gelang der Wiederaufstieg: Nach einem 1:0 im Hinspiel gewann Dortmund das Rückspiel der Aufstiegsrunde gegen den 1. FC Nürnberg im Westfalenstadion mit 3:2. In der folgenden Saison hatte der BVB mit 43.282 Zuschauern im Schnitt den besten Besuch aller 18 Bundesligisten.[3]

Zu dieser Zeit gehört auch die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte. Nach einem 0:12 in Mönchengladbach am letzten Spieltag der Saison 1977/78 wurde Trainer Otto Rehhagel am 01.05.1978 beurlaubt.[3] Mehr zum Gegner von damals steht bei Borussia Mönchengladbach.

Die Jahre mit Ottmar Hitzfeld

Am 24.06.1989 gewann Dortmund in Berlin das Pokalfinale mit 4:1 gegen Werder Bremen.[1, 13] 1990 wurde Michael Meier Manager, ein Jahr später kam Ottmar Hitzfeld als Trainer. Am 17.06.1995 wurde der BVB nach einem 2:0 gegen den Hamburger SV zum ersten Mal seit 32 Jahren Deutscher Meister, am 18.05.1996 verteidigte er den Titel.[4]

Am 28.05.1997 gewann Dortmund in München das Finale der Champions League mit 3:1 gegen Juventus Turin. Hitzfeld wechselte danach für ein Jahr in die Rolle des Sportdirektors. In dieser Zeit holte die Mannschaft mit einem 2:0 gegen Cruzeiro Belo Horizonte aus Brasilien auch den Weltpokal.[4]

Börsengang und Beinahe-Insolvenz

Kurz vor der Jahrtausendwende drohte noch einmal der Abstieg. Am 14.04.2000 holte der Verein Udo Lattek und Matthias Sammer als Trainergespann, die Mannschaft rettete sich auf Platz elf. Danach trat Lattek zurück, und Sammer machte allein weiter.[5]

Am 31.10.2000 ging Borussia Dortmund als erster Bundesligist an die Börse, zu einem Ausgabepreis von elf Euro je Aktie. Am 04.05.2002 wurde die Mannschaft unter Trainer Matthias Sammer zum sechsten Mal Meister, am letzten Spieltag gegen Werder Bremen entschied ein Tor von Ewerthon in der 74. Minute.[5]

Ende 2003 wurden Verbindlichkeiten von 118,9 Millionen Euro bekannt. Teile des Stadions waren an einen Immobilienfonds verkauft worden, die Rückkaufpflichten konnte der Verein kaum stemmen. Im Frühjahr 2005 stand der BVB kurz vor der Insolvenz. Präsident Reinhard Rauball, im November 2004 zurückgekehrt, und der neue Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wendeten sie ab und begannen mit der Sanierung.[5]

Jürgen Klopp und die Titel von 2011 und 2012

Im Pokalfinale 2008 unterlag Dortmund dem FC Bayern, wenige Wochen später kam Jürgen Klopp. Er übernahm das Traineramt zur Saison 2008/09.[5, 6] Am 14.05.2011 überreichte Ligapräsident Reinhard Rauball Kapitän Roman Weidenfeller die Meisterschale. Ein Jahr später verteidigte Dortmund den Titel mit der bis dahin höchsten Punktzahl der Bundesliga. Am 12.05.2012 folgte mit einem 5:2 gegen den FC Bayern im Pokalfinale das erste Double der Vereinsgeschichte.[6]

Im Finale der Champions League 2013 im Wembley-Stadion unterlag Dortmund dem FC Bayern mit 1:2, Arjen Robben traf in der 89. Minute. 2017 gewann der BVB erneut den DFB-Pokal.[6] Den fünften Pokalsieg holte die Mannschaft am 13.05.2021 im Berliner Olympiastadion mit einem 4:1 gegen RB Leipzig. Jadon Sancho und Erling Haaland trafen je zweimal.[9] Am 01.06.2024 stand Dortmund noch einmal im Wembley-Stadion im Finale der Champions League und verlor 0:2 gegen Real Madrid. Die Tore schossen Dani Carvajal und Vinícius Júnior.[10] Den Modus des Wettbewerbs erklärt die Seite UEFA Champions League.

Signal Iduna Park und Südtribüne

Bei der Eröffnung 1974 bot das Westfalenstadion rund 54.000 Menschen Platz, die meisten davon auf Stehplätzen. 1992 wurde die Nordtribüne zur Sitzplatztribüne, die Kapazität sank auf 42.800. Danach wuchs das Stadion in mehreren Stufen: Ost- und Westtribüne erhielten Oberränge mit je 6.000 Sitzen, 1999 waren es 68.600 Plätze, und mit den geschlossenen Ecken kamen rund 14.000 weitere hinzu. Diese dritte Ausbaustufe begann am 06.05.2002 und war am 13.09.2003 fertig, sie brachte auch 3.450 Bewirtungsplätze. Seit der Saison 2015/16 fasst das Stadion genau 81.365 Menschen.[7]

Luftbild eines großen rechteckigen Stadions mit gelber Dachkonstruktion in einer Stadt in der Abenddämmerung
Bild: KI-generiert

Die Südtribüne hat seit 1999 Platz für 24.454 Zuschauer und ist nach Angaben des Vereins die größte Stehplatztribüne Europas. Bei internationalen Spielen werden dort Sitze montiert. Im Dezember 2005 wurden die Buchstaben des neuen Namensgebers angebracht. 2012 steckte der Verein zehn Millionen Euro in die Sanierung, unter anderem in einen neuen Rasen und die Entwässerung.[7] Wie das Stadion im Vergleich zu anderen Arenen dasteht, zeigt die Seite Die Fußballstadien in Deutschland.

Das Revierderby gegen Schalke 04

Der Nachbar und Rivale ist der FC Schalke 04 aus Gelsenkirchen. Seit dem 11.03.2023 gab es kein Bundesligaderby mehr, weil Schalke in der 2. Bundesliga spielte. Damals endete es 2:2. Nach dem Aufstieg der Schalker steht in der Saison 2026/27 das 101. Bundesligaduell an. Von den bisher 100 Spielen gewann Dortmund 37, Schalke 32, und 31 endeten unentschieden.[11]

Schalke kehrt als Erster der 2. Bundesliga unter Trainer Miron Muslić zurück, nach den Plätzen 10 und 14 in der 2. Bundesliga davor. Beim letzten Derby am 11.03.2023 trafen Schlotterbeck und Guerreiro für Dortmund, Bülter und Karaman für Schalke.[11] Mehr über den Nachbarn steht bei FC Schalke 04.

Borussia Dortmund in der Saison 2026/27

Dortmund spielt 2026/27 in der Bundesliga, Trainer ist Niko Kovač.[12] Wer Karten auf Zweitmärkten kauft, sollte das Angebot genau prüfen. Worauf es dabei ankommt, erklärt unsere Seite über Betrug mit Fußballtickets.

  1. Organisation Borussia Dortmund celebrate 116th anniversary. Borussia Dortmund. Stand 19.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Historie: 1959 bis 1968. Borussia Dortmund. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation Historie: 1969 bis 1978. Borussia Dortmund. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation Historie: 1989 bis 1998. Borussia Dortmund. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  5. Organisation Historie: 1999 bis 2008. Borussia Dortmund. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  6. Organisation Historie: 2009 bis 2018. Borussia Dortmund. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  7. Organisation Geschichte des SIGNAL IDUNA PARK. Borussia Dortmund. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  8. Organisation Alle Deutschen Meister der Bundesliga. DFL / bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  9. Organisation RB Leipzig gegen Borussia Dortmund 1:4, DFB-Pokal 2020/21, Finale. DFB-Datencenter. Stand 13.05.2021. abgerufen am 29.10.2026
  10. Organisation History: B. Dortmund 0-2 Real Madrid. UEFA. Stand 01.06.2024. abgerufen am 29.10.2026
  11. Organisation Revierderby returns: Borussia Dortmund vs. Schalke dates for 2026/27. DFL / bundesliga.com. Stand 02.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
  12. Organisation Borussia Dortmund, Clubseite Bundesliga 2026/27. DFL / bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
  13. Organisation DFB aktuell 1/2008: DFB-Pokalendspiele (Liste aller Endspiele). Deutscher Fußball-Bund. Stand 19.04.2008. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.