Fußballvereine der 1. bis 3. LigaRatgeber
SG Sonnenhof Großaspach: vom Dorfklub zum Drittligisten
Die SG Sonnenhof Großaspach entstand am 25.08.1994 aus der Spvgg Großaspach und dem FC Sonnenhof Kleinaspach. Der Verein spielte von 2014 bis 2020 in der 3. Liga, fiel danach bis in die Oberliga zurück und stieg 2025 und 2026 zweimal nacheinander auf. Seit 2026/27 spielt Großaspach wieder in der 3. Liga.

Die SG Sonnenhof Großaspach kommt aus Aspach. Sie entstand 1994 aus der Spvgg Großaspach und dem FC Sonnenhof Kleinaspach. Seit 2016 nennt sich der Verein selbst "Dorfklub".[1] Nach zwei Meisterschaften in Folge spielt er 2026/27 wieder in der 3. Liga.[2, 3] Liga und Trainer haben wir am 29.10.2026 geprüft.
SG Sonnenhof Großaspach auf einen Blick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Gegründet | 25.08.1994 durch Fusion |
| Sitz | Aspach |
| Stadion | WIRmachenDRUCK Arena im Sportpark Fautenhau, eröffnet 2011 |
| 3. Liga | 2014 bis 2020, wieder seit 2026 |
| Meister Oberliga | 2009, 2025 |
| Meister Regionalliga | 2014, 2026 |
| wfv-Pokal | 2009, 2025, 2026 |
| Liga 2026/27 | 3. Liga |
| Trainer 2026/27 | Pascal Reinhardt |
Die Angaben stammen vom Verein und vom DFB.[1, 2, 3, 4]
Vom Hotelteam zum Fusionsverein
Die Wurzeln des Vereins reichen bis 1920 zurück, zur Gründung des Turnvereins Großaspach. Dessen Fußballabteilung entstand 1936, 1946 folgte die Spvgg Großaspach.[1] Die Spvgg Großaspach, einer der beiden Vorgänger der heutigen SG, musste in den 1950er- bis 1970er-Jahren mehrfach absteigen, unter anderem 1975 und 1977.[1]

Der zweite Teil des Namens stammt aus einem Hotel. 1976 gründeten Klaus und Uli Ferber, die Söhne der Betreiber des Hotels Sonnenhof, eine Freizeitmannschaft. Aus ihr wurde der FC Sonnenhof Kleinaspach. Am 25.08.1994 schlossen sich die Spvgg Großaspach und der FC Sonnenhof Kleinaspach zur SG Sonnenhof Großaspach zusammen. Erster Vorstand war Uli Ferber.[1] Wie aus einer Freizeitmannschaft ein Verein im Ligabetrieb werden kann, beschreibt die Seite Hobby- und Freizeitliga.
Im Herbst 2016 gab sich der Verein den Beinamen "Dorfklub" und ließ die Bezeichnung beim Deutschen Patent- und Markenamt schützen.[1]
Vier Aufstiege in 20 Jahren
Die neue SG begann 1994 in der Landesliga. Dort wurde sie viermal Zweiter, bevor 2001/02 mit 68 Punkten die Meisterschaft gelang. 2004/05 folgte der Titel in der Verbandsliga, 2008/09 in der Oberliga. In dieser Saison schoss die Mannschaft 82 Tore, kassierte nur 19 und holte 81 Punkte.[1, 5]
Zwischen den Titeln brauchte der Verein jeweils ein paar Jahre, um sich in der neuen Klasse festzusetzen. In der Verbandsliga wurde er zweimal Achter, bevor er Meister wurde. Die ersten drei Jahre in der Oberliga endeten auf den Plätzen 14, 13 und 10, die ersten beiden in der Regionalliga auf den Plätzen 12 und 14.[5]
2009 gewann Großaspach auch den wfv-Pokal mit einem 1:0 gegen 07 Ludwigsburg, das Siegtor schoss Nico Mazzola. Damit qualifizierte sich der Verein zum ersten Mal für den DFB-Pokal.[1] Wie Amateurvereine über die Landespokale in den DFB-Pokal kommen, erklärt die Seite DFB-Pokal.
In der Regionalliga wurde Großaspach 2011/12 Zweiter in der Staffel Süd. Im selben Jahr stand die Mannschaft im Finale des wfv-Pokals und verlor 0:2 gegen den 1. FC Heidenheim. 2013/14 holte sie mit 72:37 Toren den Titel in der Regionalliga Südwest und setzte sich in der Relegation gegen die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg durch. Das Tor zum Aufstieg erzielte Sahr Senesie.[1, 5]
Sechs Jahre in der 3. Liga
Von 2014 bis 2020 spielte Großaspach in der 3. Liga. Die beste Platzierung war Rang sieben in der Saison 2015/16 mit 54 Punkten. In den übrigen Jahren landete die Mannschaft zwischen Platz zehn und Platz 15.[5]
| Saison | Platz | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|
| 2014/15 | 15. | 39:60 | 46 |
| 2015/16 | 7. | 58:47 | 54 |
| 2016/17 | 10. | 48:48 | 51 |
| 2017/18 | 14. | 55:60 | 47 |
| 2018/19 | 15. | 38:39 | 45 |
| 2019/20 | 19. | 33:67 | 32 |
Die Tabelle zeigt die sechs Drittligajahre nach der Statistik des Vereins.[5] Im selben Sommer wie Großaspach stieg 2014 auch Fortuna Köln in die 3. Liga auf.[2] Den Kölner Verein stellt die Seite SC Fortuna Köln vor.
2019/20 ging es schief. Mit 32 Punkten und 33:67 Toren wurde Großaspach Vorletzter und stieg ab.[5] Noch am 05.08.2020 spielte die Mannschaft in der fünften Runde des wfv-Pokals und gewann 1:0 bei der U21 des VfB Stuttgart.[6] Cheftrainer war in dieser Saison Hans-Jürgen Boysen, der den Verein insgesamt dreimal betreut hat. Zu den weiteren Trainern seit der Fusion gehören Rüdiger Rehm, Alexander Zorniger, Thomas Letsch, Oliver Zapel und Sascha Hildmann.[1]
Menschen hinter dem Dorfklub
Lange an der Spitze des Vereins stand Werner Benignus, zuerst als Präsident und später als Vorstandsvorsitzender. 2008 kam Joannis Koukoutrigas als Sportdirektor dazu, also kurz vor dem Aufstieg in die Regionalliga.[1] Unter den Spielern hebt die Vereinschronik Martin Cimander hervor, der als Spieler vier Meisterschaften mit Großaspach feierte. Dennis Grab führte die Mannschaft als Kapitän, Markus Gentner und Frank Wehrsig gehören ebenfalls zu den Namen, die der Verein in seiner Geschichte nennt.[1]
Neben der ersten Mannschaft hatte der Verein auch in den unteren Klassen Erfolg. Die zweite Mannschaft wurde 1998/99 Meister der Kreisliga A und 2011/12 Meister der Landesliga. Die Ü30 gewann 2007 die württembergische Meisterschaft, die U19 (2012/13) und die U17 (2013/14) stiegen in die Verbandsstaffel Württemberg auf.[1] Bis 2001 richtete die SG außerdem sieben Mal ein eigenes Turnier aus, den Desso DLW Cup.[1]
Zwei Abstiege und der Neuaufbau
Auch in der Regionalliga Südwest fand der Verein keinen Halt. Die Saison 2020/21 beendete er auf Platz 19, in einer Liga, die wegen der Corona-Pandemie auf 22 Mannschaften aufgestockt worden war. 2021/22 folgte als 16. der zweite Abstieg innerhalb von zwei Jahren.[2, 5]
In der Oberliga Baden-Württemberg wurde Großaspach 2022/23 Zweiter und 2023/24 Dritter.[5] Trainer ist Pascal Reinhardt. Unter ihm gelang im dritten Anlauf die Meisterschaft der Oberliga.[2] 2024/25 war die Mannschaft kaum zu stoppen: 95 Punkte, 109 Tore und nur 26 Gegentore. Es war nach 2008/09 der zweite Oberligatitel des Vereins, dazu gewann die Mannschaft den wfv-Pokal.[5]
Der Durchmarsch 2025/26
Als Aufsteiger wurde Großaspach 2025/26 auch in der Regionalliga Südwest Meister, mit 68 Punkten und 86:43 Toren. Wieder kam der Sieg im wfv-Pokal dazu.[5] Der Verein spricht vom "Doppel-Double".[6] Nach Angaben des DFB ist Großaspach der erste Verein aus dem Südwesten, der innerhalb von zwölf Monaten von der Oberliga bis in die 3. Liga durchmarschiert ist.[2]

Der Meister der Regionalliga Südwest steigt direkt auf, ohne Aufstiegsspiele. Neben Großaspach galt das für die Saison 2025/26 auch für die Meister aus dem Westen und dem Norden, Fortuna Köln und den SV Meppen.[4] Wie die vier Aufstiegsplätze auf die fünf Staffeln verteilt werden, steht auf der Seite Kreisliga, Bezirksliga und die Ligapyramide.
Das Stadion im Sportpark Fautenhau
Seit Juli 2011 spielt Großaspach in einem eigenen Stadion im Sportpark Fautenhau. Die zwei Jahre davor hatte die Mannschaft in Heilbronn gespielt.[1] Eröffnet wurde es mit einem Open-Air-Konzert von Andrea Berg. Zuerst hieß es comtech Arena, heute trägt es den Namen WIRmachenDRUCK Arena.[1] Zum ersten Mal ausverkauft war es 2013 bei einem Testspiel gegen den FC Bayern München, damals kamen 10.001 Zuschauer.[1]

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Großaspach in der Saison 2026/27
Der DFB hat das Teilnehmerfeld der 3. Liga am 11.06.2026 bestätigt. Großaspach ist einer von vier ehemaligen Drittligisten, die aus der Regionalliga zurückkehren.[3] Nach sechs Jahren ist der Verein wieder in der Liga. Gegen Alemannia Aachen, Fortuna Düsseldorf, Rot-Weiss Essen, den TSV Havelse, den 1. FC Saarbrücken und den SC Verl spielt Großaspach in dieser Saison zum ersten Mal, eine Bilanz gab es gegen sie bisher nicht.[6]
Am ersten Spieltag empfing sie am 08.08.2026 Fortuna Köln.[2] Für die erste Runde des DFB-Pokals vom 21. bis 24.08.2026 hatten sich 13 Drittligisten qualifiziert, die Hinrunde endet am 20.12.2026, und die Saison dauert bis zum 22.05.2027.[3] Der Verein führt eine Statistik seiner Pflichtspiele. Bis zum 30.06.2026 bestritt er 1.198 Spiele bei 2.220:1.599 Toren, darunter 228 Spiele in der 3. Liga (271:321 Tore) und drei Spiele im DFB-Pokal (2:10 Tore).[5] Alle Vereine und der Modus stehen auf der Seite 3. Liga 2026/27.
- Organisation Vereinshistorie. SG Sonnenhof Großaspach. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Quartett meldet sich zurück: Das sind die Aufsteiger. Deutscher Fußball-Bund. Stand 28.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Teilnehmerfeld der 3. Liga steht fest: Havelse rückt für 1860 nach. Deutscher Fußball-Bund. Stand 11.06.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Anstoßzeiten für Aufstiegsspiele zur 3. Liga stehen fest. Deutscher Fußball-Bund. Stand 20.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Tore, Punkte und Tabellen. SG Sonnenhof Großaspach. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Bilanz Gegner. SG Sonnenhof Großaspach. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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