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Hamburger SV: Geschichte, Titel, Stadion und Rivalen
Der Hamburger SV spielt in der Saison 2026/27 in der Bundesliga, in die er 2025 nach sieben Jahren in der 2. Liga zurückgekehrt ist. Der Verein wurde sechsmal Deutscher Meister, gewann dreimal den DFB-Pokal und 1983 den Europapokal der Landesmeister. Seine Heimat ist das Volksparkstadion mit rund 57.000 Plätzen.

Der Hamburger SV, kurz HSV, spielt in der Saison 2026/27 in der Bundesliga. Es ist seine zweite Spielzeit nach der Rückkehr im Mai 2025, die 2025/26 mit dem Klassenerhalt auf Platz 13 endete.[1, 5, 6] Von der ersten Saison 1963/64 bis zum Abstieg 2018 spielte der Verein 55 Jahre ohne Unterbrechung in der Bundesliga.[1] Auf dieser Seite findest du Gründung, Titel, Stadion und Rivalen des Vereins. Die Ligazugehörigkeit haben wir am 29.10.2026 geprüft.
Gründung: zwei Daten für einen Verein
Der HSV feiert seinen Geburtstag am 29. September, obwohl der Verein, aus dem er hervorging, ein Jahr jünger ist. Am 29.09.1887 wurde der Sport-Club Germania gegründet, am 01.06.1888 der Hamburger Fußball-Club. Der HFC nannte sich 1914 in Hamburger Sport-Verein um, daher die Abkürzung HSV.[1, 2] Im Juni 1919 stimmten die Mitglieder zu, den SC Germania und den FC Falke 06 aufzunehmen. Germania gehörte zu den Gründungsmitgliedern des DFB und war 1895 erster Hamburger Meister geworden.[2]
Anfang der 1930er Jahre schrieb der Verein den 29.09.1887 als Gründungsdatum in seine Satzung, aus Respekt vor der Tradition von Germania.[1, 2] Die blau-weiß-schwarze Raute trugen die Spieler erstmals im August 1919 auf dem Trikot. Rot und Weiß, die Farben der Stadt, sollten Hamburg im Fußball vertreten. Der DFB führt Blau, Weiß und Schwarz als Vereinsfarben.[2, 4]
Meistertitel und Pokalsiege
Die großen Titel des HSV verteilen sich auf drei Zeiträume: die 1920er Jahre, die Zeit um 1960 und die Jahre von 1976 bis 1987.[3]
| Wettbewerb | Anzahl | Jahre |
|---|---|---|
| Deutsche Meisterschaft | 6 | 1923, 1928, 1960, 1979, 1982, 1983 |
| DFB-Pokal | 3 | 1963, 1976, 1987 |
| Europapokal der Pokalsieger | 1 | 1977 |
| Europapokal der Landesmeister | 1 | 1983 |
Den ersten Meistertitel holte der HSV am 10.06.1923 mit einem 3:0 im Endspiel gegen Union Oberschöneweide.[3] Wer die Meister aller Jahre sucht, findet sie auf der Seite Deutsche Meister: alle Titelträger seit 1903.
Die Ära Uwe Seeler und der Start der Bundesliga
Nach dem Krieg spielte der HSV ab September 1947 in der neuen Oberliga Nord. Im Mai 1948 wurde er dort Meister mit einem 2:1 gegen den FC St. Pauli, 14 weitere Oberliga-Titel folgten.[1] Im August 1953 gab der 16 Jahre alte Uwe Seeler sein Debüt. Er wurde siebenmal Torschützenkönig im Norden und 1960 und 1964 Fußballer des Jahres.[1]
Am 25.06.1960 gewann der HSV das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft mit 3:2 gegen den 1. FC Köln. Im April 1961 kamen zum Halbfinal-Rückspiel im Europapokal der Landesmeister gegen den FC Barcelona 77.600 Zuschauer, ein Vereinsrekord bis heute. Für die neue Bundesliga erhielt der Verein im Januar 1963 die Lizenz ohne Auflagen. Im selben Jahr gewann er den DFB-Pokal mit 3:0 gegen Borussia Dortmund, Seeler traf dreimal. Das erste Bundesligaspiel am 24.08.1963 bei Preußen Münster endete 1:1.[1] Seeler verabschiedete sich am 01.05.1972 vor 72.000 Zuschauern.[1]
Die goldenen Jahre bis 1983
Am 26.06.1976 gewann der HSV den DFB-Pokal zum zweiten Mal, mit 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Ein knappes Jahr später, am 11.05.1977, folgte in Amsterdam der erste Europapokal: ein 2:0 gegen den RSC Anderlecht im Finale der Pokalsieger.[1] Im Mai 1977 kam Kevin Keegan nach Hamburg, Anfang 1978 Günter Netzer als Manager. Am 09.06.1979 stand am letzten Spieltag die vierte Meisterschaft fest.[1]
Zum 01.07.1981 übernahm Ernst Happel das Traineramt. Mit 240 Pflichtspielen ist er bis heute der Trainer mit den meisten Spielen beim HSV. 1982 wurde der Verein Meister, Horst Hrubesch schoss 27 Tore und wurde Torschützenkönig. Bis Januar 1983 blieb die Mannschaft 36 Bundesligaspiele in Folge ungeschlagen, ein Rekord für mehr als drei Jahrzehnte.[1]
Am 25.05.1983 schlug der HSV in Athen Juventus Turin mit 1:0, Felix Magath schoss das Tor. Der Sieg im Europapokal der Landesmeister gilt im Verein als größter Erfolg seiner Geschichte. Am 06.06.1983 verteidigte die Mannschaft den Meistertitel. Das Weltpokal-Finale in Tokio gegen Grêmio Porto Alegre ging im Dezember 1983 nach Verlängerung verloren.[1] Den dritten DFB-Pokal gewann der HSV am 20.06.1987 mit 3:1 gegen die Stuttgarter Kickers.[1] Wie der Pokal heute gespielt wird, steht auf der Seite DFB-Pokal: Modus, Rekordsieger und Finale.
55 Jahre Bundesliga und der erste Abstieg
In den 1990er und 2000er Jahren spielte der HSV mehrmals in der Champions League, zuerst nach Platz drei in der Saison 1999/2000. Das Halbfinal-Aus in der Europa League 2010 gegen den FC Fulham war der bisher letzte Auftritt im Europapokal.[1] Im Mai 2014 stimmten 86,9 Prozent der Mitglieder dafür, die Profiabteilung in die HSV Fußball AG auszugliedern.[1]
Sportlich wurde es in dieser Zeit eng. 2014 rettete sich der HSV in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth, im Juni 2015 gegen den Karlsruher SC erst in der Verlängerung.[1] Am 12.05.2018 stand der erste Abstieg der Vereinsgeschichte fest. Der HSV war bis dahin das letzte Gründungsmitglied der Bundesliga, das nie abgestiegen war.[1] In der ewigen Tabelle der Bundesliga liegt er auf Platz 6.[9]
Sieben Jahre zweite Liga und die Rückkehr
Im Mai 2019 wurde der HSV Vierter der 2. Bundesliga und verpasste den direkten Wiederaufstieg knapp, es folgten sechs weitere Jahre in der zweiten Liga.[1] Die Mitglieder blieben: Nach dem Abstieg zählte der Verein mehr als 81.000, im Sommer 2026 mehr als 150.000.[1]
Am 10.05.2025 machte ein 6:1 gegen den SSV Ulm die Rückkehr in die Bundesliga perfekt. Einen Tag später stiegen auch die HSV-Frauen mit einem 3:0 gegen den SC Freiburg II in die Bundesliga auf, nach 13 Jahren. Zur Aufstiegsfeier am 19.05.2025 kamen rund 80.000 Menschen.[1] In der Saison 2025/26 hielten Männer und Frauen die Klasse. Die Männer waren in 17 Heimspielen ausverkauft und hatten im Schnitt 56.912 Zuschauer, so viele wie nie zuvor.[1] Was in der zweiten Liga anders läuft, erklärt die Seite 2. Bundesliga 2026/27: Vereine und Modus.
Das Volksparkstadion
Der HSV spielt seit 1963 im Volksparkstadion in Hamburg-Bahrenfeld. Das Stadion wurde 1953 eröffnet und von 1998 bis 2000 zu einem reinen Fußballstadion umgebaut.[1, 7] Es hat rund 57.000 Plätze, etwa 47.000 Sitzplätze und 10.000 Stehplätze, alle überdacht. Das Dach liegt etwa 45 Meter über dem Rasen.[7] Von 2001 bis 2015 trug das Stadion die Namen von Sponsoren, seit Juli 2015 heißt es wieder Volksparkstadion.[1, 7]

Wie das Volksparkstadion im Vergleich zu den anderen großen Arenen dasteht, zeigt die Seite Die Fußballstadien in Deutschland. Wer vom Stadion aus Hamburg erkunden will, findet Touren auf der Seite Hamburg mit dem Rad.
Rivalen: Nordderby und Stadtderby
Das Spiel gegen den SV Werder Bremen heißt Nordderby. Bis zur Saison 2020/21 war es die Partie, die in der Bundesliga am häufigsten gespielt wurde, dann zog Bayern gegen Bremen vorbei. Im Frühjahr 2009 trafen beide Vereine in 19 Tagen viermal aufeinander: im Halbfinale des DFB-Pokals, zweimal im Halbfinale des UEFA-Pokals und in der Bundesliga. Werder kam in beiden Pokalwettbewerben weiter.[1, 8] Mehr zum Gegner steht auf der Seite SV Werder Bremen.

In der eigenen Stadt ist der FC St. Pauli der Rivale. Die beiden Vereine trafen schon 1948 im Kampf um die Meisterschaft der Oberliga Nord aufeinander.[1] In der Saison 2026/27 gibt es kein Stadtderby in der Liga, denn St. Pauli ist 2026 in die 2. Bundesliga abgestiegen.[5]
Der HSV in der Saison 2026/27
Der HSV ist eine von 18 Mannschaften der Bundesliga 2026/27. Trainer ist laut Bundesliga Merlin Polzin, Stand 29.10.2026.[6] Der Kader ändert sich in jeder Transferperiode, deshalb führen wir ihn hier nicht auf. Aktuelle Aufstellungen und Ergebnisse veröffentlichen der Verein und die Bundesliga. Wie die Liga gespielt wird und welche Vereine dabei sind, steht auf der Seite Bundesliga 2026/27: Vereine, Modus und Termine, alle Klubs der drei Profiligen findest du unter Fußballvereine der 1. bis 3. Liga.
- Organisation Die Geschichte des HSV. Hamburger SV. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation The founding of HSV. Hamburger SV. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation 138 Jahre: der HSV feiert Geburtstag!. Hamburger SV. Stand 28.09.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Hamburger SV, Vereinsprofil. DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Bundesliga 2025/26, 34. Spieltag und Abschlusstabelle. DFB-Datencenter. Stand 16.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Hamburger SV, Clubseite Saison 2026/27. Bundesliga (bundesliga.com). Stand 2026/27. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Das Volksparkstadion in Zahlen. Hamburger SV. Stand 12.2017. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Hamburg vs. Werder Bremen: A history of the Nordderby. Bundesliga (bundesliga.com). Stand 04.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Ewige Tabelle Bundesliga. DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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