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1. FC Nürnberg: neun Meistertitel, vier Pokalsiege und viele Abstiege
Der 1. FC Nürnberg wurde am 04.05.1900 gegründet und ist mit neun Titeln zwischen 1920 und 1968 einer der erfolgreichsten deutschen Meister. Dazu kommen vier Pokalsiege, zuletzt 2007. In der Saison 2026/27 spielt der Club in der 2. Bundesliga, seine Heimspiele trägt er im Max-Morlock-Stadion aus.

Der 1. FC Nürnberg nennt sich selbst kurz "Der Club". Er gewann neun deutsche Meisterschaften und vier Pokale, stieg aber auch neunmal aus der Bundesliga ab. In der Saison 2026/27 spielt er in der 2. Bundesliga.[3, 10] Stand der Angaben auf dieser Seite: 29.10.2026.
Steckbrief
| Angabe | 1. FC Nürnberg |
|---|---|
| Gründung | 04.05.1900[1, 3] |
| Vereinsfarben | Rot und Weiß, Spielkleidung Rot-Schwarz-Rot oder ganz in Weiß[4] |
| Anschrift | Valznerweiherstraße 200, 90480 Nürnberg[4] |
| Mitglieder | 42.650 (Stand 19.10.2026)[4] |
| Stadion | Max-Morlock-Stadion, 50.000 Plätze, davon 13.229 Stehplätze[4] |
| Liga 2026/27 | 2. Bundesliga[10] |
| Trainer (Stand 29.10.2026) | Miroslav Klose[11] |
| Deutsche Meisterschaften | 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968[2] |
| Pokalsiege | 1935, 1939, 1962, 2007[2] |
Gründung in der Burenhütte
Schon ab 1888 spielten Schüler der Nürnberger Gymnasien und der Kreisrealschule an freien Nachmittagen Fußball. Im April 1900 verschickten einige von ihnen Einladungskarten an frühere Mitspieler, die noch in der Stadt lebten. Am 04.05.1900 trafen sich 18 Männer in der Gaststätte "Burenhütte" auf der Deutschherrenwiese und gründeten den Verein. Ihr Ziel war, den Fußball in Nürnberg wiederzubeleben.[3]
Seit 1995 ist die Fußballabteilung eigenständig. Die übrigen Sparten wie Boxen, Handball, Rollsport und Eissport, Schwimmen, Ski und Tennis wurden damals zu eigenen Vereinen.[4] Die Frauen des Clubs spielten 1999/2000 und 2023/24 in der Frauen-Bundesliga und gehören ihr seit 2025/26 wieder an.[1]
Neun Meistertitel von 1920 bis 1968
Die erfolgreichste Zeit waren die 1920er Jahre. Zwischen 1920 und 1927 gewann der Club fünf Meisterschaften: 1920, 1921, 1924, 1925 und 1927. Es folgten Titel 1936 und 1948, 1961 und zuletzt 1968.[2] Bis 1963 spielte die Mannschaft auf ihrem alten Vereinsgelände, dem Zabo.[5] Alle Meister seit 1903 im Vergleich zeigt die Seite Deutsche Meister.

Den Pokal gewann der Club 1935, 1939 und 1962.[2] Spieler aus dieser Zeit ehrt der Verein als Clublegenden. Kurt Haseneder, Stefan Reisch und Tasso Wild gehörten zur Mannschaft, die 1961 Meister und 1962 Pokalsieger wurde. Franz Brungs, Horst Leupold und Fritz Popp holten 1968 den letzten Titel.[8]
Max Morlock
Der bekannteste Spieler des Vereins ist Max Morlock. Für den Club schoss er rund 700 Tore in etwa 900 Spielen und gewann zwei Meisterschaften und einen Pokal. 1954 wurde er mit der Nationalmannschaft Weltmeister.[7] Die Geschichte dieses Titels erzählt die Seite über Deutschlands WM-Titel.
Fans sammelten über ein Jahr lang Spenden für eine Statue. Der Künstler Edgar Hahn aus Hirschaid schuf sie, enthüllt wurde sie am 23.08.2008 in der Nordkurve.[7] Morlock starb 1994, seit 2017 trägt das Stadion seinen Namen.[6] Weitere große Spieler des deutschen Fußballs stellt die Seite Fußballlegenden vor.
Bundesliga: Abstiege und Rückkehr
Zum Start der Bundesliga 1963 war Nürnberg dabei und zog vom Zabo ins Städtische Stadion um.[5] 1968 gewann der Club die Meisterschaft, ein Jahr später stieg er ab. Das DFB-Datencenter führt die Bundesligasaisons 1963/64 bis 1968/69 und danach erst wieder 1978/79.[1, 2]
Danach wechselte der Club oft die Liga. Nach den Saisonlisten des Datencenters spielte Nürnberg bis einschließlich 2018/19 insgesamt 33 Spielzeiten in der Bundesliga und stieg neunmal ab: 1969, 1979, 1984, 1994, 1999, 2003, 2008, 2014 und 2019.[1] Seit 2019/20 spielt der Club ohne Unterbrechung in der zweiten Liga, 2026/27 ist es die achte Saison in Folge.[1, 10] Wie die Liga aufgebaut ist und wer sonst dort spielt, steht auf der Seite 2. Bundesliga 2026/27.
Nach eigener Darstellung galt der Club schon nach der Saison 2002/03 als Rekordabsteiger der Bundesliga. Sein 1.000. Bundesligaspiel bestritt er am 21.01.2012 und gewann 2:0 gegen Hertha BSC. Er war damit der 13. Verein mit 1.000 Spielen in der höchsten Klasse.[14] Das erste Bundesligator für Nürnberg schoss 1963 Max Morlock beim 1:1 in Berlin, das 1.000. erzielte Saša Ćirić am 14.09.2002. Im Dezember 1967, in der Meistersaison, schlug der Club den FC Bayern mit 7:3, Franz Brungs traf fünfmal. In der Saison 1985/86 kamen zu 17 Heimspielen rund 500.000 Zuschauer, mehr als bei jedem anderen Bundesligisten.[14]
Torhüter Andreas Köpke kam auf 420 Spiele für Nürnberg, wurde 1990 Weltmeister und 1996 Europameister. Abwehrspieler Thomas Brunner spielte von 1980 bis 1996 für den Club. Die meisten Spiele unter den Clublegenden hat Stürmer Dieter Nüssing mit 544 Einsätzen von 1968 bis 1977. Stefan Reuter begann seine Laufbahn von 1984 bis 1988 in Nürnberg und wurde später Weltmeister, Europameister und Champions-League-Sieger.[8]
Im Europapokal
Fünfmal spielte Nürnberg im Europapokal. Als Meister kam der Club 1961/62 im Europapokal der Landesmeister bis ins Viertelfinale und schied dort mit 3:1 und 0:6 gegen Benfica Lissabon aus. Heinz Strehl wurde mit acht Toren Torschützenkönig des Wettbewerbs. Ein Jahr später erreichte Nürnberg als Pokalsieger das Halbfinale im Europapokal der Pokalsieger, Endstation war Atlético Madrid.[15]
Die übrigen Auftritte endeten früher: 1968/69 in der ersten Runde gegen Ajax Amsterdam, 1988/89 gegen die AS Rom nach Verlängerung. Nach dem Pokalsieg 2007 überstand der Club im UEFA-Pokal 2007/08 die Gruppenphase als Zweiter und schied in der Runde der letzten 32 gegen Benfica aus.[15] Wie die heutigen Wettbewerbe aufgebaut sind, steht auf der Seite Europa League und Conference League.
Pokalsieg 2007
Den bisher letzten Titel holte Nürnberg unter Trainer Hans Meyer. Am 26.05.2007 gewann der Club das Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart mit 3:2 nach Verlängerung.[8, 9] Der Weg ins Finale hatte in Cloppenburg begonnen.[12] Zur Mannschaft gehörten Torhüter Raphael Schäfer, Andreas Wolf, Javier Pinola, Marek Nikl und Marek Mintál, der 2005 Torschützenkönig der Bundesliga geworden war. In der 2. Bundesliga war Mintál 2004 und 2009 bester Torschütze.[8] In der Saison 2004/05 erzielte er 24 der 53 Nürnberger Bundesligatore.[14] Wie der Wettbewerb heute abläuft, erklärt die Seite zum DFB-Pokal.

Das Max-Morlock-Stadion
Das Stadion wurde 1928 als Städtisches Stadion nach Plänen von Otto Ernst Schweizer eröffnet. Die Haupttribüne im Stil des Bauhauses steht heute unter Denkmalschutz.[5] In der NS-Zeit hieß die Anlage während der Reichsparteitage 1935 "Stadion der Hitlerjugend". Von 1945 bis 1961 nutzten die amerikanischen Streitkräfte das Gelände.[6] Wie der Nationalsozialismus Deutschland veränderte, beschreibt die Seite Der Nationalsozialismus.

Den Zuschauerrekord stellten am 30.05.1971 rund 75.000 Menschen auf. Beim Umbau von 1987 bis 1991 entstand das Frankenstadion mit 44.833 Plätzen.[5] Während dieser Arbeiten stürzten bei einem Bauunfall das Dach und Teile der Haupttribüne ein.[6] Vor der WM 2006 wurde es auf 46.780 Plätze erweitert.[5] Die Modernisierung lief von 2003 bis 2006 bei laufendem Spielbetrieb und hing mit der Bewerbung um die WM 2006 zusammen.[6] Bei der WM fanden fünf Spiele in Nürnberg statt, darunter das Achtelfinale Portugal gegen die Niederlande. Schon vorher war das Stadion Bühne großer Spiele: 1967 das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger zwischen dem FC Bayern und den Glasgow Rangers vor rund 70.000 Zuschauern, 1972 sechs Gruppenspiele des olympischen Fußballturniers.[6]
Danach wechselten die Namen: easyCredit-Stadion vom 13.03.2006 bis 30.06.2012, Grundig Stadion von Februar 2013 bis Juni 2016, dann bis Mai 2017 Stadion Nürnberg.[5] Seit 2017 heißt es Max-Morlock-Stadion, den Namen sichert bis Ende 2026 eine Partnerschaft mit DATEV.[6] Heute fasst es 50.000 Zuschauer.[4] 2023 empfahl eine Machbarkeitsstudie der Stadt einen Vollumbau des Stadions, die Planung läuft.[6] Andere Stadien im Vergleich zeigt die Seite über die Fußballstadien in Deutschland.
Frankenderby gegen Fürth
Der nächste Rivale wohnt nebenan: die SpVgg Greuther Fürth aus der Nachbarstadt. Beide Vereine spielen 2026/27 in der 2. Bundesliga.[10] Das DFB-Datencenter zählt 61 Pflichtspiele zwischen beiden, aus Bundesliga, 2. Bundesliga, DFB-Pokal, Regionalliga und der Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Nürnberg gewann 25, Fürth 19, 17 endeten unentschieden. Auswärts in Fürth holte der Club zehn Siege, genauso viele wie Fürth in Nürnberg.[13] Mehr über den Nachbarn steht auf der Seite über die SpVgg Greuther Fürth.
Zum Stand 29.10.2026 trainiert Miroslav Klose die Profis.[11] Den aktuellen Kader nennen wir hier nicht, weil er sich mit jeder Transferperiode ändert.
- Organisation 1. FC Nürnberg: Vereinsprofil und Ligazugehörigkeit. Deutscher Fußball-Bund, DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Titel. 1. FC Nürnberg. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Tradition seit 1900. 1. FC Nürnberg. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Daten und Fakten. 1. FC Nürnberg. Stand 19.10.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Stadion-Historie. 1. FC Nürnberg. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Behörde Geschichte des Stadions. Stadt Nürnberg. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Max-Morlock-Statue. 1. FC Nürnberg. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Clublegenden. 1. FC Nürnberg. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation DFB-Pokal 2006/07, Finale. Deutscher Fußball-Bund, DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Clubübersicht 2. Bundesliga Saison 2026-2027. DFL Deutsche Fußball Liga, bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation 1. FC Nürnberg: Clubprofil. DFL Deutsche Fußball Liga, bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Pokalsieg 2007. 1. FC Nürnberg. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Vereinsvergleich 1. FC Nürnberg und SpVgg Greuther Fürth. Deutscher Fußball-Bund, DFB-Datencenter. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Über 1.000 Bundesliga-Spiele. 1. FC Nürnberg. Stand 2012. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Europacup. 1. FC Nürnberg. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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