Fußballvereine der 1. bis 3. LigaRatgeber
1. FC Heidenheim: drei Jahre Bundesliga und zurück in Liga zwei
Der 1. FC Heidenheim 1846 entstand 2007 und stieg unter Trainer Frank Schmidt bis 2023 in die Bundesliga auf. Nach drei Bundesliga-Spielzeiten stieg er am 16.05.2026 ab und spielt 2026/27 in der 2. Bundesliga. Heimspielstätte ist die Voith-Arena mit 15.000 Plätzen.

Der 1. FC Heidenheim 1846 spielt in der Saison 2026/27 in der 2. Bundesliga.[2] Nach drei Jahren in der Bundesliga stand am 16.05.2026 der Abstieg fest.[5] Der DFB führt als Gründungsdatum des heutigen Vereins den 01.01.2007, die Vereinsfarben sind Blau, Rot und Weiß.[1] Trainer ist seit 2007 Frank Schmidt.[3, 9]
Wurzeln seit 1846
Die Jahreszahl im Vereinsnamen geht auf die Turngemeinde Heidenheim zurück, die 1846 entstand. Fußball kam in den 1910er Jahren dazu. Danach schlossen sich mehrere Vereine zusammen, trennten sich wieder und wechselten die Namen.[3] Der heutige Verein wurde 2007 gegründet, seine erste Mannschaft begann in der vierten Liga.[3] Vorgänger war der Heidenheimer SB, für den auch Frank Schmidt als Spieler auflief.[3]
Erstklassigen Fußball hatte Heidenheim vor dem Aufstieg 2023 nie gesehen.[3] Die Geschäftsstelle liegt an der Schloßhaustraße. Die Mitgliederzahl im DFB-Datencenter, 2.550, stammt vom 01.01.2018 und ist damit älter als der Bundesliga-Aufstieg.[1]
Frank Schmidt und der Weg nach oben
Am 17.09.2007 übernahm Frank Schmidt das Traineramt von Dieter Märkle.[3] Schmidt ist gebürtiger Heidenheimer.[10] Unter ihm stieg die Mannschaft Schritt für Schritt auf: 2009 in die 3. Liga, 2014 in die 2. Bundesliga und 2023 in die Bundesliga.[3] Laut DFB-Datencenter spielte der Verein von 2009 bis 2013 in der 3. Liga und ab 2014 neun Spielzeiten in der 2. Bundesliga.[1] Wie die Ligen unterhalb der Profiklassen aufgebaut sind, erklärt die Seite Kreisliga, Bezirksliga und die Ligapyramide.

Am 17.09.2023, beim Heimspiel gegen Werder Bremen, wurde Schmidt nach 16 Jahren der dienstälteste Trainer in der Geschichte des deutschen Profifußballs. Er löste damit Volker Finke ab, der den SC Freiburg trainiert hatte.[3] Im Frühjahr 2026 sagte er in einem Interview, die kommende Saison sei sein "mutmaßlich letztes Jahr als Trainer in Heidenheim". Sein Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2026/27, es wäre seine 20. Saison.[7] Welche Lizenzen Trainer im deutschen Fußball brauchen, steht auf der Seite Trainerlizenzen.
Der Aufstieg 2023 in Regensburg
Am letzten Spieltag der Saison 2022/23 fiel die Entscheidung in Regensburg. Prince Osei Owusu brachte den SSV Jahn in der 51. und 57. Minute mit 2:0 in Führung. Ein Eigentor von Benedikt Saller in der 58. Minute brachte Heidenheim heran.[11] In der Nachspielzeit verwandelte Jan-Niklas Beste in der 93. Minute einen Elfmeter zum 2:2, Tim Kleindienst erzielte in der 99. Minute das 3:2.[11]

Mit dem Sieg stand Heidenheim in dieser Saison zum ersten Mal auf Platz eins, und das am letzten Spieltag. Mit 67 Punkten wurde der Verein Zweitliga-Meister und stieg zusammen mit dem SV Darmstadt 98 auf.[10, 11] Laut DFL war er der 57. Verein in der Bundesliga seit 1963/64.[10] Tim Kleindienst schoss in der Aufstiegssaison 25 Tore, die meisten der Liga, und die Mannschaft hatte die beste Tordifferenz der 2. Bundesliga.[10] Die 67 Punkte waren die höchste Ausbeute des Vereins in dieser Liga.[10] Mehr über den Mitaufsteiger steht auf der Seite SV Darmstadt 98.
Drei Jahre Bundesliga
Die erste Bundesliga-Saison 2023/24 schloss der Aufsteiger auf Platz 8 ab. Damit qualifizierte er sich für die UEFA Conference League, die erste Europapokal-Teilnahme in 178 Jahren Vereinsgeschichte.[3] Bis zum Ende dieser Saison bestritten Patrick Mainka und Kevin Müller mit je 34 Spielen die meisten Bundesligaeinsätze, Tim Kleindienst schoss mit 12 die meisten Tore.[3]
Am 28. Spieltag der Saison 2023/24 empfing Heidenheim in der Voith-Arena den FC Bayern. Der FC Bayern führte zur Pause durch Tore von Harry Kane und Serge Gnabry 2:0. Kevin Sessa und Tim Kleindienst glichen innerhalb von zwei Minuten aus, danach traf Kleindienst nach Vorlage von Sessa zum 3:2.[12] Im Hinspiel in München hatte Heidenheim nach einem 0:2 zur Pause durch Beste und Kleindienst ebenfalls ausgeglichen, verlor aber 2:4.[12]
Schon vor der Bundesliga-Zeit war Heidenheim dem Rekordmeister nahegekommen. Im Viertelfinale des DFB-Pokals im April 2019 führte der damalige Zweitligist zur Pause in München. Robert Glatzel traf dreimal, am Ende gewann der FC Bayern durch einen späten Elfmeter von Robert Lewandowski 5:4.[12] Mehr über den Gegner steht auf der Seite FC Bayern München.
In der Conference League 2024/25 fehlte am letzten Spieltag der Ligaphase ein Sieg für den direkten Weg ins Achtelfinale. Gegen den FC St. Gallen brachte Norman Theuerkauf Heidenheim nach etwa einer halben Stunde in Führung, Jozo Stanić glich in der Schlussphase zum 1:1 aus.[16] So musste der Verein in die Play-offs. Gegen den FC Kopenhagen gewann die Mannschaft auswärts 2:1, verlor das Rückspiel zu Hause aber 1:3 nach Verlängerung. Kopenhagen zog mit 4:3 in der Summe ins Achtelfinale ein.[8] In der Liga musste der Verein in dieser Saison in die Relegation gegen die SV Elversberg. Das Hinspiel endete 2:2. Im Rückspiel in Elversberg brachte Mathias Honsak Heidenheim in der 9. Minute in Führung, Robin Fellhauer glich in der 31. Minute aus. In der fünften Minute der Nachspielzeit schoss Léo Scienza das 2:1, Heidenheim blieb mit 4:3 nach beiden Spielen erstklassig.[13] Wie die drei europäischen Vereinswettbewerbe aufgebaut sind, erklärt die Seite Europa League und Conference League.
Die Saison 2025/26 verlief schwer. Die Mannschaft stand lange auf den letzten beiden Plätzen und gewann nur sechs ihrer 34 Ligaspiele.[6] Vor dem letzten Spieltag punktete sie in sechs von sieben Spielen (drei Siege, drei Remis) und verkürzte den Rückstand auf den Relegationsplatz von zehn auf null Punkte. Am 16.05.2026 verlor sie am 34. Spieltag 0:2 gegen den 1. FSV Mainz 05, damit war der Abstieg sicher.[5] Unter den Ergebnissen der Schlussphase war ein 3:3 beim Meister FC Bayern.[6]
Neustart in der 2. Bundesliga
Für Frank Schmidt war es der erste Abstieg als Trainer in Heidenheim. Laut DFL war der FCH der 156. Absteiger in der Geschichte der Bundesliga.[14] Die Saison 2026/27 ist seine zehnte Spielzeit in der 2. Bundesliga.[14] Nach dem Abstieg sagte Schmidt, niemand müsse sich fürchten, und verwies auf die Fähigkeit des Vereins, sich schnell neu aufzustellen, und auf die Unterstützung der Fans.[15]
Große Namen holte der Verein im Sommer 2026 nicht. Neu kamen Paul Hennrich von der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim und Marcel Costly vom FC Ingolstadt, der in der Vorsaison in der 3. Liga 18 Tore schoss und 10 vorbereitete. Gehalten wurde Stürmer Budu Zivzivadze, der zuvor zweimal gegen den FC Bayern getroffen hatte.[15] Mehr über Costlys früheren Verein steht auf der Seite FC Ingolstadt 04.
Die Voith-Arena
Das Stadion steht seit 1972 am selben Platz. Es fasst 15.000 Zuschauer, davon 9.000 auf Stehplätzen, und war in der Bundesliga das kleinste Stadion.[4] Mit 555 Metern über dem Meeresspiegel ist es das höchstgelegene Stadion in den drei Profiligen.[3, 4] Die vordersten Reihen sind sechs Meter vom Spielfeld entfernt.[4]

2019 kaufte der Verein das Stadion für zwei Millionen Euro von der Stadt Heidenheim.[4] Bundesliga.com erwähnt auch eine Besonderheit am Rand: "Liko's Kiosk" sei der einzige Imbissstand der Bundesliga mit Blick auf das Spielfeld.[4] Andere Spielstätten stellt die Seite Die Fußballstadien in Deutschland vor.
Daten im Überblick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Gründung des heutigen Vereins | 01.01.2007 (laut DFB), Wurzeln bis 1846 |
| Vereinsfarben | Blau, Rot, Weiß |
| Stadion | Voith-Arena, 15.000 Plätze, 555 Meter hoch |
| Bundesliga | 2023/24 bis 2025/26 |
| Beste Bundesliga-Platzierung | Platz 8 in der Saison 2023/24 |
| Europapokal | Conference League 2024/25, Aus in den Play-offs |
| Liga 2026/27 | 2. Bundesliga |
| Trainer (Stand 29.10.2026) | Frank Schmidt, seit 17.09.2007 |
Die Angaben stammen aus dem DFB-Datencenter und von der DFL.[1, 3, 4, 9] In der 2. Bundesliga 2026/27 trifft Heidenheim unter anderem auf den 1. FC Kaiserslautern, Hertha BSC und den VfL Wolfsburg.[2] Modus und alle Vereine der Liga stehen auf der Seite 2. Bundesliga 2026/27.
- Organisation Vereinsprofil 1. FC Heidenheim 1846. DFB-Datencenter, Deutscher Fußball-Bund. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Clubübersicht 2. Bundesliga Saison 2026-2027. DFL / bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Bundesliga club-by-club historical guide: 1. FC Heidenheim 1846. DFL / bundesliga.com. Stand 11.07.2023. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation The 2025/26 Bundesliga stadiums. DFL / bundesliga.com. Stand 18.06.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation FCH: Das Ende einer Reise. DFL / bundesliga.com. Stand 16.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Heidenheim relegated from the Bundesliga after three-year stay. DFL / bundesliga.com. Stand 16.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Frank Schmidt kündigt Abschied beim 1. FC Heidenheim an. DFL / bundesliga.com. Stand 25.04.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Rückspiele der K.-o.-Runden-Play-offs der UEFA Conference League: Heidenheim scheitert dramatisch. UEFA. Stand 20.02.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Clubinfos 1. FC Heidenheim 1846. DFL / bundesliga.com. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation 1. FC Heidenheim 1846 erstmals in der Bundesliga!. DFL / bundesliga.com. Stand 29.05.2023. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Heidenheim promoted to Bundesliga after late spree sees off Jahn Regensburg. DFL / bundesliga.com. Stand 28.05.2023. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Bayern Munich vs. Heidenheim: How David has often troubled Goliath. DFL / bundesliga.com. Stand 05.12.2024. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Elversberg heartbreak as Léo Scienza's late strike keeps Heidenheim in Bundesliga. DFL / bundesliga.com. Stand 27.05.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Bundesliga 2: The new season in numbers. DFL / bundesliga.com. Stand 07.08.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Bundesliga 2 promotion race 2026/27: Which teams are candidates to go up?. DFL / bundesliga.com. Stand 05.08.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Conference League Roundup: Heidenheim in den Play-offs, Rapid direkt im Achtelfinale. UEFA. Stand 19.12.2024. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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