Fußballvereine der 1. bis 3. LigaRatgeber
SV Meppen: Geschichte, Stadion und die Rückkehr in die 3. Liga
Der SV Meppen geht auf den Fußballclub Amisia Meppen zurück, der am 29.11.1912 gegründet wurde. Der Verein spielte von 1987 bis 1998 elf Jahre in der 2. Bundesliga und von 2017 bis 2023 in der 3. Liga. Als Meister der Regionalliga Nord 2025/26 ist er 2026/27 wieder in der 3. Liga dabei.

Der SV Meppen spielt seine Heimspiele seit mehr als hundert Jahren an der Lathener Straße und war elf Jahre lang Zweitligist. 2026 kehrte der Verein als Meister der Regionalliga Nord in die 3. Liga zurück.[1, 4] Liga und Trainer haben wir am 29.10.2026 geprüft.
SV Meppen auf einen Blick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Gegründet | 29.11.1912 als Fußballclub Amisia Meppen |
| Vereinsfarben | Blau und Weiß |
| Stadion | Hänsch-Arena, 13.241 Plätze |
| 2. Bundesliga | 1987 bis 1998 |
| 3. Liga | 2017 bis 2023, wieder seit 2026 |
| Meister Regionalliga Nord | 2017, 2026 |
| Liga 2026/27 | 3. Liga |
| Trainer 2026/27 | Lucas Beniermann |
Die Angaben stammen vom Verein und vom Deutschen Fußball-Bund.[1, 2, 4, 5]
Gründung und Weg durch die Amateurligen
Die Keimzelle des Vereins war der Fußballclub Amisia Meppen, gegründet am 29.11.1912. Acht Jahre später schloss er sich mit dem Männer-Turnverein Meppen zum TuS Meppen 1912 zusammen. Ein Jahr darauf machten sich die Fußballer als SV Meppen 1912 selbstständig. Gespielt wurde anfangs auf der Schülerwiese am Schullendamm, 1924 zog der Verein an die Lathener Straße.[1]

In den 1950er- und 1960er-Jahren arbeitete sich der Verein Stufe für Stufe nach oben. 1957 wurde er Meister der Bezirksklasse Emsland, 1961 Meister der Amateurliga Niedersachsen und 1964 Meister der Amateuroberliga Niedersachsen West. 1968 folgte die Niedersachsenmeisterschaft. 1970 gelang mit einem 5:1 gegen den Polizei SV Bremen der Aufstieg in die Regionalliga Nord. Nach einer Saison ging es zurück, 1972 stieg Meppen mit einem 4:0 gegen Bergedorf 85 erneut auf. Ab 1974 spielte der Verein in der Amateuroberliga Nord, damals die dritte Spielklasse, mit Ausnahme der Saison 1978/79 in der Landesliga.[1]
In diese Jahre fallen zwei bekannte Freundschaftsspiele. 1973 kam Ajax Amsterdam mit Johan Cruyff, 17.500 Menschen sahen zu. 1982 bestritt Diego Maradona im Trikot des FC Barcelona in Meppen sein erstes Spiel in Europa, diesmal vor 18.500 Zuschauern.[1]
Elf Jahre in der 2. Bundesliga
Im Sommer 1987 stieg Meppen in die 2. Bundesliga auf. Vorher hatte die Mannschaft die Norddeutsche Meisterschaft gewonnen und sich in der Aufstiegsrunde durchgesetzt, das entscheidende Spiel endete 4:2 in Erkenschwick. Elf Jahre blieb der Verein danach in der zweiten Liga, erst im Sommer 1998 stieg er ab.[1]
Im Oktober 1996 schlug Meppen im DFB-Pokal Eintracht Frankfurt vor 10.000 Zuschauern mit 6:1.[1] Wie der Wettbewerb aufgebaut ist, steht auf der Seite DFB-Pokal.
Absturz, Insolvenz und Neuanfang
Nach dem Abstieg 1998 spielte Meppen zwei Jahre in der Regionalliga Nord. Mit einer Reform der Ligen musste der Verein 2000 in die Oberliga, die damals vierte Spielklasse. 2003 folgte die Insolvenz, die der Verein selbst als Tiefpunkt seiner Geschichte bezeichnet. 2008 verpasste er die Qualifikation für die Regionalliga knapp.[1]
Der Weg zurück begann mit der Meisterschaft in der Oberliga Niedersachsen 2010/11. In der Regionalliga Nord wurde Meppen in den folgenden Jahren Zwölfter, Elfter, Vierter und Achter und spielte 2015 nach 16 Jahren wieder im DFB-Pokal. 2016/17 holte die Mannschaft den Titel in der Regionalliga Nord.[1]
Die Jahre in der 3. Liga
Der Meistertitel 2017 reichte noch nicht für den Aufstieg. In der Relegation traf Meppen auf den SV Waldhof Mannheim. Beide Spiele endeten 0:0, das Rückspiel in Meppen auch nach Verlängerung. Im Elfmeterschießen gewann Meppen mit 4:3.[1] Den damaligen Gegner stellt die Seite SV Waldhof Mannheim vor.
Gleich die erste Saison in der 3. Liga lief gut. Mit 58 Punkten wurde Meppen Siebter und war der beste Aufsteiger des Jahres.[1] Sechs Spielzeiten hielt sich der Verein in der Liga. 2022/23 reichte es mit acht Siegen, 13 Unentschieden und 17 Niederlagen nur zu Platz 17 und 37 Punkten, und der Verein stieg in die Regionalliga Nord ab.[6]
Meister der Regionalliga Nord 2025/26
In der ersten Saison nach dem Abstieg wurde Meppen unter Trainer Adrian Alipour Zweiter. Im August 2024 übernahm Lucas Beniermann, seine erste Saison beendete die Mannschaft auf Platz sechs.[4] In den drei Regionalligajahren stand Meppen damit auf Platz zwei (2023/24, 71 Punkte), Platz sechs (2024/25, 54 Punkte) und Platz eins (2025/26, 83 Punkte).[9] Für die Saison 2025/26 hatte der Norden einen der drei direkten Plätze, die beiden anderen gingen an die Staffeln West und Südwest.[7] Wie der Aufstieg aus den fünf Regionalligen geregelt ist, erklärt die Seite Kreisliga, Bezirksliga und die Ligapyramide.

2025/26 war Meppen in der Regionalliga Nord kaum zu schlagen. Die Mannschaft schoss 103 Tore, kassierte nur 35 und verlor drei Spiele. Ausgerechnet eine dieser Niederlagen fiel auf den Tag, an dem die Rückkehr feststand: Anfang Mai unterlag Meppen vor mehr als 12.000 Zuschauern dem Bremer SV mit 2:3. Weil am selben Tag auch der Verfolger VfB Oldenburg verlor, war der Aufstieg trotzdem sicher.[4, 8] Die 12.865 Zuschauer waren ein neuer Zuschauerrekord der Regionalliga Nord.[8]
Am letzten Spieltag schlug Meppen in der ausverkauften Hänsch-Arena vor 12.500 Zuschauern die zweite Mannschaft des FC St. Pauli mit 4:2. Das 1:0 durch Dominique Domröse war das 100. Saisontor. Nach dem Spiel überreichte der Norddeutsche Fußball-Verband die Meisterschale.[3] Kapitän der Mannschaft ist Jonas Fedl. Torwart Julius Pünt blieb in 31 Spielen 14-mal ohne Gegentor. Für die 3. Liga kehrte Luca Prasse als Leihspieler von Holstein Kiel zurück.[4]
Sportlich qualifiziert zu sein, reicht für die 3. Liga allein nicht. Jeder Verein muss im Zulassungsverfahren des DFB auch wirtschaftliche Bedingungen erfüllen. Im Juni 2026 traf das den TSV 1860 München. Er hatte sich sportlich qualifiziert, bekam aber keine Zulassung, weil er eine wirtschaftliche Bedingung nicht erfüllte. Für ihn rückte der TSV Havelse nach. Meppen erhielt die Zulassung und steht im Teilnehmerfeld der 20 Vereine.[5]
Stationen des Vereins
| Zeitraum | Spielklasse |
|---|---|
| 1970 bis 1971, 1972 bis 1974 | Regionalliga Nord |
| 1974 bis 1987 | Amateuroberliga Nord, 1978/79 Landesliga |
| 1987 bis 1998 | 2. Bundesliga |
| 1998 bis 2000 | Regionalliga Nord |
| 2000 bis 2011 | Oberliga |
| 2011 bis 2017 | Regionalliga Nord |
| 2017 bis 2023 | 3. Liga |
| 2023 bis 2026 | Regionalliga Nord |
| seit 2026 | 3. Liga |
Die Übersicht folgt der Vereinschronik und den Angaben des DFB.[1, 4, 6]
Die Hänsch-Arena an der Lathener Straße
Das Stadion im Meppener Stadtteil Neustadt wurde 1924 eingeweiht. 1927 erhielt es den Namen Hindenburgstadion, später hieß es Emslandstadion. Anfang der 1990er-Jahre baute der Verein es zu einem reinen Fußballstadion mit neuer Haupttribüne und 4.600 überdachten Sitzplätzen um. 1996 kam eine Flutlichtanlage dazu, mit der auch Fernsehübertragungen internationaler Pflichtspiele möglich wurden. 2005 hieß das Stadion vivaris Arena Emsland, seit 2014 trägt es den Namen Hänsch-Arena. Es fasst 13.241 Zuschauer.[2]

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Gegner aus der Region
Die Vereinsgeschichte nennt vor allem Gegner aus Aufstiegs- und Entscheidungsspielen. 1961 entschied ein Meisterduell mit dem TuS Lingen die Amateurliga Niedersachsen, 1964 ein Entscheidungsspiel gegen TSR Olympia Wilhelmshaven den Titel in der Amateuroberliga.[1] In der 3. Liga 2026/27 trifft Meppen unter anderem auf Preußen Münster, Hansa Rostock und den TSV Havelse.[5]
SV Meppen in der Saison 2026/27
Der DFB hat das Teilnehmerfeld der 3. Liga am 11.06.2026 bestätigt. Meppen ist einer von vier ehemaligen Drittligisten, die aus der Regionalliga zurückkehren, zusammen mit Fortuna Köln, der SG Sonnenhof Großaspach und den Würzburger Kickers.[5] Das erste Spiel bestritt die Mannschaft auswärts beim MSV Duisburg.[4] Das Eröffnungsspiel der Liga fand am 07.08.2026 statt, die Hinrunde endet am 20.12.2026, die Rückrunde beginnt am 15.01.2027, und die Saison dauert bis zum 22.05.2027. Am 01.05.2027 ist kein Drittliga-Spieltag angesetzt.[5] MagentaSport zeigt alle 380 Spiele live, 68 Partien laufen zusätzlich in der ARD und den Dritten Programmen.[5] Alle Vereine und der Modus der Liga stehen auf der Seite 3. Liga 2026/27.
Zum Verein gehört auch eine Frauenmannschaft, die in der 2. Frauen-Bundesliga spielt, dazu eine U20 der Frauen.[1]
- Organisation Historie. SV Meppen. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Stadion. SV Meppen. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Fußballfest zum Saisonabschluss. SV Meppen. Stand 18.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Quartett meldet sich zurück: Das sind die Aufsteiger. Deutscher Fußball-Bund. Stand 28.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Teilnehmerfeld der 3. Liga steht fest: Havelse rückt für 1860 nach. Deutscher Fußball-Bund. Stand 11.06.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Saisonreport 3. Liga 2022/23. Deutscher Fußball-Bund. Stand 2023. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Anstoßzeiten für Aufstiegsspiele zur 3. Liga stehen fest. Deutscher Fußball-Bund. Stand 20.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Drittliga-Aufsteiger ist Deutschlands Nummer 1 nach Zuschauern. Die Falsche 9. Stand 07.05.2026. abgerufen am 29.10.2026
- SV Meppen. Wikipedia. Stand 2026. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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